Papageien in Köln: Wo man sie beobachten kann

Ende Mai reiste ich nach Köln, um die Papageien in Köln aus nächster Nähe zu beobachten. Die auffällig grünen Vögel gehören inzwischen fest zum Stadtbild, obwohl sie ursprünglich nicht in Deutschland heimisch sind. In diesem Beitrag berichte ich von meinen Beobachtungen und zeige, wo sich die Papageien besonders gut beobachten lassen.

Eisvögel, Wiedehopfe oder Pirole – in Deutschland gibt es Vogelarten, die man auf den ersten Blick eher in tropischen oder subtropischen Regionen verorten würde.

Der Eisvogel erinnert mit seinem leuchtend blauen Rücken, der orangefarbenen Brust und dem langen, spitzen Schnabel fast an einen tropischen Vogel. Der Wiedehopf wird wegen seiner markanten Federhaube sogar manchmal als „Punk unter den Vögeln“ bezeichnet. Und auch die Pirole fallen auf, vor allem die Männchen mit ihrem kräftig gelben Gefieder. Insgesamt zeigt sich: Selbst in Deutschland lassen sich Arten beobachten, die man eher in ferneren, wärmeren Regionen erwarten würde.

Einen Eisvogel habe ich tatsächlich schon im Berliner Tiergarten gesehen, etwas besser fotografieren konnte ich ihn jedoch erst in Griechenland (Foto links). Wiedehopfe werden außerhalb Berlins inzwischen häufiger beobachtet; fotografiert habe ich einen in Portugal (Foto rechts). Pirole hingegen habe ich bislang nur gehört, aber noch nie gesehen – weder in Deutschland noch anderswo.

Papageien in Köln
Papageien in Köln

Auch wenn sie auf den ersten Blick etwas Exotisches an sich haben, sind Eisvögel, Wiedehopfe und Pirole heimische Vogelarten in Deutschland. Der Eisvogel bleibt sogar ganzjährig bei uns, während Wiedehopf und Pirol als Zugvögel die Wintermonate in Afrika verbringen. In diesem Sinne ist ihr Vorkommen nichts Außergewöhnliches – sie gehören ganz selbstverständlich zur heimischen Vogelwelt.

Umso ungewöhnlicher wirkt dagegen die Begegnung mit einem Nymphensittich auf dem Tempelhofer Feld. Dort leben normalerweise Feldlerchen, ein typischer Wiesenvogel, der in der offenen Landschaft des ehemaligen Flughafens einen wichtigen Lebensraum gefunden hat. Doch was macht ein Nymphensittich plötzlich in einem Baum auf dem Tempelhofer Feld?

Papageien in Köln

Information: Wenn du mehr über die Feldlerchen auf dem Tempelhofer Feld erfahren möchtest, schau gerne in einen meiner früheren Blogbeiträge. Dort erzähle ich auch, welche weiteren Vogelarten sich dort beobachten lassen.

Die Frage kann ich nicht eindeutig beantworten, vermutlich stammte dieser Nymphensittich aus privater Haltung oder ist aus einer Voliere entflogen. Denn auch wenn es in Deutschland durchaus exotisch aussehende, aber dennoch heimische Vogelarten gibt, gehören Nymphensittiche nicht dazu. Sie stammen ursprünglich aus Australien und sind in Deutschland nicht heimisch.

Für mich war es in Berlin bislang die erste und auch einzige Sichtung eines Nymphensittichs. Aufgrund des Klimas dürfte es diesen Vögeln schwerfallen, sich dauerhaft in Berlin als eingebürgerte Art zu etablieren. Auch auf Plattformen wie iNaturalist finden sich bislang nur vereinzelte Beobachtungen dieser Art in Berlin und anderen Teilen Deutschlands.

Bei anderen Arten sieht das ganz anders aus – etwa bei den Papageien in Köln und in weiteren Städten entlang des Rheins.

Rhein

Zum ersten Mal begegneten mir die Papageien irgendwo in der Nähe von Mannheim. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wo es war, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie ein paar Sittiche im Eiltempo an mir vorbeiflogen.

Damals war ich weder mit Kamera ausgestattet noch gezielt auf der Suche nach ihnen.

In Köln hingegen sah das ganz anders aus: Dort machte ich mich bewusst auf die Suche nach den Papageien in Köln. Tatsächlich habe ich die Stadt sogar vor allem wegen dieser Tiere besucht – auch wenn ich mir natürlich zusätzlich Zeit genommen habe, Köln selbst zu erkunden.

Vor meiner Reise stellten sich mir jedoch einige Fragen: Wo lassen sich die Papageien in Köln am besten beobachten? Wann ist die beste Zeit dafür? Und um welche Arten handelt es sich überhaupt?

Im Laufe dieses Blogbeitrags werde ich auf diese Fragen eingehen. Eine davon beantworte ich jedoch sofort: die letzte. Bei den Papageien in Köln handelt es sich tatsächlich um zwei verschiedene Arten, nämlich um Halsbandsittiche (linkes Foto) und Alexandersittiche (rechtes Foto). Zunächst stelle ich beide Arten kurz vor, bevor ich anschließend auf meine Beobachtungen eingehe.

Papageien in Köln
Papageien in Köln

Frage: Kennst du die Papageien in Köln? Oder hast du vielleicht schon einmal Halsbandsittiche oder Alexandersittiche woanders im Rheingebiet gesehen? Teile deine Beobachtungen gerne in den Kommentaren!

Der Halsbandsittich

Der Halsbandsittich (Psittacula krameri), gelegentlich auch als Kleiner Alexandersittich bezeichnet, gehört zu den zwei Papageienarten, die in Köln in freier Wildbahn vorkommen. Die erste dokumentierte Brut wurde dort im Jahr 1969 nachgewiesen. Ursprünglich stammt die Art aus Süd- und Südostasien, wobei auch eine afrikanische Unterart existiert. Die in Deutschland vorkommenden Tiere gehen auf entflogene oder freigelassene Individuen aus der Gefangenschaft zurück und haben sich inzwischen als Neozoen etabliert und weit verbreitet.

Die Bestände sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen: Während im Jahr 2006 noch etwa 650 bis 880 Brutpaare im Rheinland gezählt wurden, wurden für den Zeitraum 2017 bis 2022 bereits etwa 4.600 bis 7.500 Brutpaare geschätzt. Die Art hat sich damit in Deutschland erfolgreich etabliert und ihr Verbreitungsgebiet deutlich ausgedehnt, wobei insbesondere das Rheinland – einschließlich Köln – eine zentrale Rolle als Ausbreitungsraum spielt.

In Städten wie Köln sind Halsbandsittiche vor allem in Parks mit altem Baumbestand sowie entlang stark frequentierter Bereiche wie dem Rheinufer anzutreffen. Dort nutzen sie Baumhöhlen zum Brüten und die Bäume als Schlafplätze. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst hingegen Savannen, lichte Wälder und offene Buschlandschaften.

Mit ihrem leuchtend grünen Gefieder sind Halsbandsittiche kaum zu übersehen. Charakteristisch sind zudem der lange, zugespitzte Schwanz und der kräftig rote Schnabel.

Ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus ist ebenfalls vorhanden: Weibchen sind einheitlich grün gefärbt, während Männchen ein schwarzes Kehlenband sowie ein rosa-schwarz gefärbtes Halsband tragen. Jungtiere ähneln in ihrem Erscheinungsbild zunächst den Weibchen.

Halsbandsittiche am Rheinufer

Information: Die Halsbandsittiche in Köln sammeln sich abends an sogenannten Schlafbäumen. Dort kann es durch Lärm und Kot zu Konflikten mit Anwohnern kommen. Vereinzelt gab es auch Versuche, die Vögel mit lauten Geräuschen zu vertreiben. Der NABU in Köln setzt sich daher für einen sachlichen Umgang und eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Sittichen ein.

Der Alexandersittich

Der Alexandersittich (Psittacula eupatria), auch als Großer Alexandersittich bezeichnet, stammt wie der Halsbandsittich aus Süd- und Südostasien und ist in Deutschland ebenfalls als Neozoon anzutreffen, unter anderem im Raum Köln. Für den Zeitraum 2017 bis 2022 wurden bundesweit etwa 380 bis 500 Brutpaare geschätzt. Damit liegt die Bestandsgröße deutlich unter der des Halsbandsittichs, zeigt jedoch – wie auch bei dieser Art – eine insgesamt positive Entwicklungstendenz. Besonders im Rhein-Main- und Rheingebiet scheinen sich die Bestände zu stabilisieren und teilweise auszubreiten.

Der Alexandersittich ist größer als der Halsbandsittich, weshalb er auch als Großer Alexandersittich bezeichnet wird. In diesem Text ist mit „Alexandersittich“ stets diese größere Art gemeint.

Auch der Alexandersittich besitzt überwiegend ein grünes Gefieder, weist jedoch auffällige rote Schulterflecken auf den Flügeln auf. Wie beim Halsbandsittich zeigt sich ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus: Männchen besitzen ein schwarzes Halsband sowie einen rosafarbenen Nackenstreifen, während diese Merkmale bei Weibchen fehlen.

Beide Arten haben gemeinsam, dass sie in den Abendstunden in größeren Gruppen sogenannte Schlafbäume aufsuchen. Während der Halsbandsittich bereits seit Ende der 1960er Jahre im Freiland in Deutschland nachgewiesen ist, wurde der Alexandersittich erst in den 1980er Jahren erstmals in freier Wildbahn beobachtet.

Papageien in Köln

Information: Die Citizen-Science-Plattform iNaturalist zeigt, dass Alexandersittiche bereits in Städten wie Heidelberg, Mannheim, Mainz, Wiesbaden und Bonn beobachtet wurden. Auch aus weiteren Städten entlang des Rheins und in der Nähe von Köln liegen Meldungen vor.

Wo man Papageien in Köln beobachten kann

Halsbandsittiche am Rheinufer

Gleich nach meiner Ankunft am Abend zog es mich ans Rheinufer. Praktischerweise lag meine Unterkunft direkt am Rhein. Die erhofften Halsbandsittiche ließen jedoch auf sich warten. Stattdessen waren die Wiesen, Treppen und Uferpromenaden voller Menschen, die die ersten heißen Tage des Jahres genossen. Das verlängerte Wochenende bescherte Köln strahlenden Sonnenschein, kaum eine Wolke am Himmel und nur eine leichte Brise. Von den Halsbandsittichen war dagegen weder etwas zu sehen noch zu hören.

Da ich von der Anreise noch etwas müde war, beschloss ich, es am nächsten Morgen erneut zu versuchen. In der Hoffnung auf weniger Menschen machte ich mich früh auf den Weg ans Rheinufer – und wurde belohnt. Die Menschenmengen waren verschwunden, und stattdessen begegneten mir die ersten Papageien in Köln.

Papageien in Köln

Doch die Halsbandsittiche zu fotografieren, war schwieriger als gedacht.

Es war noch vor Sonnenaufgang, und die großen Schwärme, die ich aus Naturdokumentationen kannte, blieben aus. Stattdessen saßen nur wenige Halsbandsittiche gut versteckt in den Bäumen nahe des Maritim-Hotels.

Erst nach einer Weile rückte einer der Vögel etwas weiter nach vorne. Endlich konnte ich sein Gesicht erkennen.

Papageien in Köln

Ich fragte mich allerdings, warum sich die Halsbandsittiche ausgerechnet in der Nähe des Maritim-Hotels ihre Schlafbäume ausgesucht haben. Zwar waren am frühen Morgen deutlich weniger Menschen unterwegs – außer der Stadtreinigung, die den Müll des langen Wochenendes beseitigte. Ruhig war es trotzdem nicht. Schon vor 6 Uhr rollte ein Auto nach dem anderen über die Straßen.

Papageien in Köln

Tatsächlich sollen die Halsbandsittiche diese Schlafbäume in der Innenstadt ganz bewusst wählen. Der ständige Verkehr, die vielen Menschen und die nächtliche Beleuchtung halten potenzielle Fressfeinde wie Habichte oder Wanderfalken eher fern. Am belebten Rheinufer sind die Papageien nachts daher vergleichsweise gut geschützt.

Auch die Straßenbeleuchtung könnte ihnen dabei helfen, herannahende Feinde frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu flüchten. Zudem versammeln sich Halsbandsittiche an ihren Schlafplätzen oft in größeren Gruppen. Das erhöht die Sicherheit, denn viele Augen sehen mehr als zwei.

Sonnenaufgang am Rhein

Während auf der anderen Seite des Rheins die Sonne aufging, wurde mir klar, dass mir die Morgenstunden deutlich besser gefielen als der Trubel am Abend. Später am Abend kam ich zwar noch einmal ans Rheinufer, um nach den Papageien in Köln Ausschau zu halten, doch inzwischen waren dort wieder viele Menschen unterwegs. Umso mehr genoss ich rückblickend die ruhige Morgenstimmung mit den Halsbandsittichen und dem Sonnenaufgang.

Plötzlich fiel mein Blick auf ein Männchen, das gut versteckt zwischen den Blättern saß.

Halsbandsittiche in Köln

Es war alles andere als einfach, diesen Halsbandsittich zu entdecken. Sein grünes Gefieder verschmolz fast mit dem Laub, und er saß vollkommen reglos im Baum.

So sehr ich mich über die Beobachtung freute, so beliebt sind die Papageien in Köln nicht bei allen Anwohnern. In manchen Bereichen haben sie sogar den spöttischen Spitznamen „Kakadei“ erhalten – eine Anspielung auf die Verschmutzungen unter ihren Schlafbäumen. Auch ihr Lärm wird gelegentlich kritisiert, wobei dieser vor allem bei den abendlichen Einflügen auftritt, während sie in der Nacht selbst meist ruhig sind.

Leider kam es in der Vergangenheit auch zu Konflikten, bei denen versucht wurde, die Tiere durch Scheinwerfer oder laute Geräusche wie Böller zu vertreiben.

Mittlerweile werden Halsbandsittiche in Köln auch häufiger an Wohnhäusern beobachtet. Dort stoßen sie nicht immer auf Begeisterung, insbesondere wenn sie vorhandene Höhlen in Fassaden oder Dämmmaterialien als Brutplätze nutzen. Solche Hohlräume entstehen häufig ursprünglich durch Spechte und werden anschließend von den Sittichen übernommen. Während dies für die Vögel geeignete Brutplätze bietet, kann es für Hausbesitzer problematisch sein. Da brütende Vögel unter Naturschutz stehen, ist eine Entfernung oder Störung in dieser Zeit nicht erlaubt. Als mögliche Lösung werden daher zunehmend Nistkästen angeboten.

Und welche Auswirkungen haben die größeren Alexandersittiche auf die kleineren Halsbandsittiche?

Alexandersittich am Rheinufer

Nach meinen Recherchen scheinen die Alexandersittiche inzwischen zunehmend dominanter zu werden und die Halsbandsittiche lokal teilweise zu verdrängen. Der Papagei auf dem Foto ist ein Alexandersittich, der sich – ebenso wie die Halsbandsittiche – in einem Baum am Rheinufer niedergelassen hatte.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich anfangs nicht aufmerksam genug war. Ich war davon ausgegangen, ausschließlich Halsbandsittiche gesehen zu haben. Erst durch die Hinweise auf der Plattform iNaturalist wurde ich darauf aufmerksam, dass sich auch Alexandersittiche unter den Papageien am Kölner Rheinufer befanden. Oh je – meine unaufmerksamen Augen.

Daraufhin habe ich die Fotos noch einmal genauer betrachtet, und tatsächlich: Es waren auch Sittiche mit einem roten Schulterfleck zu erkennen, der je nach Haltung unterschiedlich gut sichtbar war. Auf manchen Bildern war er kaum zu erkennen, sodass man schon sehr genau hinschauen musste.

Papageien in Köln
Papageien in Köln

Nichtsdestotrotz ist es in Köln nach meinem Kenntnisstand so, dass der Bestand der Halsbandsittiche größer ist als der der Alexandersittiche. Der Halsbandsittich ist bereits seit Jahrzehnten in der Stadt etabliert und daher deutlich häufiger anzutreffen. Der Alexandersittich ist später hinzugekommen, zeigt sich aber lokal durchaus konkurrenzstark.

Da beide Arten sehr ähnliche ökologische Ansprüche haben – etwa Baumhöhlen als Brutplätze, gemeinsame Schlafbäume und die Nutzung von Parkanlagen – kommt es in Köln immer wieder zu Konkurrenz zwischen den beiden Papageienarten.

Während meines verlängerten Wochenendes in Köln habe ich insgesamt deutlich mehr Alexandersittiche als Halsbandsittiche gesehen. Ich bin gespannt, wie sich ihre Bestände in den kommenden Jahren entwickeln werden.

In den nächsten Abschnitten geht es mit meinen Beobachtungen der Alexandersittiche weiter (Foto: Halsbandsittich).

Halsbandsittiche am Rheinufer

Frage: Kennst du weitere Mensch-Tier-Konflikte? Welche Beispiele gibt es noch? Schreib es gern in die Kommentare. Mich interessiert, wie unterschiedlich solche Konflikte in verschiedenen Städten oder Regionen aussehen können.

Alexandersittiche im Stadtgarten

So sehr ich mich darüber freute, am Rheinufer Halsbandsittiche entdeckt zu haben, so begegneten mir an den anderen Orten ausschließlich Alexandersittiche. Diese konnte ich vor allem an ihrem charakteristischen roten Schulterfleck erkennen.

Nach meinem Besuch am Rheinufer machte ich mich auf den Weg zum Stadtgarten. Dort hoffte ich, noch mehr der Kölner Papageien beobachten zu können.

Schon aus der Ferne hörte ich ihre durchdringenden Rufe, was meine Zuversicht nur noch steigerte. Zunächst entdeckte ich jedoch lediglich die Eingänge zahlreicher Baumhöhlen, insbesondere in den alten Platanen. Die Sittiche mussten irgendwo in den Baumkronen sitzen – allerdings so weit oben, dass sie kaum auszumachen waren.

Alexandersittich im Stadtgarten

Geduldig beobachtete ich die Baumhöhlen und hoffte darauf, einen Sittich beim An- oder Abflug zu erwischen.

Das dauernde Hochschauen machte sich inzwischen in meinem Nacken bemerkbar. Dennoch ließ ich die Kamera keine Sekunde aus den Händen, um keinen günstigen Moment zu verpassen.

Dann endlich zeigte sich einer der gefiederten Bewohner: Ein Alexandersittich flog heran, setzte sich vor seine Baumhöhle in einer Platane und blickte neugierig zu mir hinunter.

Alexandersittich im Stadtgarten

Schließlich fiel mein Blick auf ein Alexandersittich-Männchen, das hoch oben auf einem Ast saß und aufmerksam zu mir herunterschaute.

Sein Geschlecht ließ sich recht gut bestimmen: Das schwarze Halsband und das rosafarbene Nackenband sind typische Merkmale eines ausgewachsenen Männchens.

Papageien in Köln

Das grüne Gefieder der Kölner Papageien fügte sich wunderbar in das Blätterdach der Bäume ein. Oft musste ich zweimal hinschauen, um die Vögel zwischen den Ästen und Blättern überhaupt zu entdecken.

Allerdings blieb ich an diesem Morgen nicht lange unbeobachtet. Immer wieder sprachen mich Spaziergänger:innen auf mein großes Objektiv an. Das kann ich ihnen nicht verübeln – für Außenstehende wirkt die Ausrüstung oft beeindruckend. Doch wer Vögel fotografieren möchte, ist meist auf ein großes Teleobjektiv angewiesen.

Andere fragten neugierig, was ich denn fotografiere. Wenn ich dann von den Papageien in Köln erzählte und erklärte, dass sie hoch oben in den Bäumen sitzen, war das Interesse meist sofort geweckt. Manche wollten sogar die Bilder auf dem Kameradisplay sehen. Diesen Wunsch erfüllte ich natürlich gerne.

Alexandersittich im Stadtgarten in Köln

Nach den Gesprächen setzte ich meine Beobachtungen fort. Besonders aufmerksam beobachtete ich nun die Baumhöhlen, denn immer wieder flogen Alexandersittiche dort ein und aus.

Dabei dachte ich mir, dass Alexandersittiche eigentlich schon recht eigenwillige – wenn auch wunderschöne – Vögel sind. Manchmal musste ich über sie lachen, wenn sie mit ihren neugierigen Blicken oder ihrer etwas komischen Mimik in die Umgebung schauten.

Papgeien in Köln
Papgeien in Köln

Ich hielt weiterhin Ausschau nach den Vögeln. Unter den Papageien im Kölner Stadtgarten konnte ich bislang jedoch nur Alexandersittiche entdecken. Natürlich war mir bewusst, dass ich mit meinem ungeübten Blick möglicherweise auch einige Halsbandsittiche übersehen hatte. Doch alle Vögel, deren Flügel ich erkennen konnte, zeigten den charakteristischen roten Fleck auf der Oberseite. Damit handelte es sich eindeutig um Alexandersittiche.

Wer mit den Arten vertraut ist, kann vermutlich schon anhand von Kopf- und Körperform erkennen, um welchen Sittich es sich handelt. Ich hingegen wartete meist ab, bis ich den roten Fleck auf dem Flügel sehen konnte. Erst dann war ich mir sicher.

So war es auch bei diesem anfliegenden Vogel. Zunächst ließ sich seine Art nicht eindeutig bestimmen. Doch als er mir die Oberseite seines Flügels zeigte, bestätigte sich mein Verdacht: Es handelte sich erneut um einen Alexandersittich.

Papageien in Köln

Nach und nach ergaben sich immer mehr gute Fotomöglichkeiten. So hatte ich es bei den Halsbandsittichen am Rheinufer nicht erlebt. Dort waren auch die Alexandersittiche deutlich schwieriger zu fotografieren.

Gelegentlich wurde meine Aufmerksamkeit allerdings von anderen Vögeln abgelenkt. Mal hüpfte eine Amsel ins Blickfeld, mal zog ein Baumläufer meinen Blick auf sich, während er geschickt den Stamm hinaufkletterte.

Dennoch galt mein Hauptaugenmerk den Alexandersittichen. Die Zahl der Fotogelegenheiten nahm stetig zu, was mich natürlich sehr freute. Einmal machten mich sogar zwei Spaziergänger darauf aufmerksam, dass an einem Baum nahe des Eingangs gerade einiges los sei.

Tatsächlich konnte ich dort zunächst einen einzelnen Alexandersittich beobachten. Kurz darauf flog ein zweiter heran.

Papageien in Köln
Papageien in Köln

Die meisten Alexandersittiche, die ich im Kölner Stadtgarten beobachtete, hatten ihre Bruthöhlen in alten Platanen. Diese Bäume bieten zahlreiche Höhlungen und Spalten, die sich als Nistplätze eignen. Zudem erschwert die glatte Rinde vieler Platanen, die durch das charakteristische Abblättern eine mosaikartige Oberfläche mit wechselnd rauen und glatten Bereichen bildet, vielen potenziellen Räubern das Klettern.

Da Platanen ursprünglich nicht in Mitteleuropa heimisch sind, werden sie von manchen einheimischen Tierarten weniger intensiv genutzt als andere Baumarten. Für die Alexandersittiche scheinen sie jedoch ideale Brutplätze zu bieten.

Eigene Höhlen können Alexandersittiche übrigens nicht anlegen. Anders als Spechte sind sie nicht in der Lage, Nisthöhlen in Holz zu meißeln. Stattdessen nutzen sie vorhandene Baumhöhlen, häufig ehemalige Spechthöhlen, oder beziehen natürliche Spalten und Hohlräume in alten Baumstämmen.

Alexandersittiche im Stadtgarten
Alexandersittiche im Stadtgarten
Alexandersittiche im Stadtgarten
Alexandersittiche im Stadtgarten

Wie bereits erwähnt, sind die in Köln lebenden Papageien nicht überall beliebt. Häufig wird der Einwand geäußert, dass insbesondere Halsbandsittiche und Alexandersittiche heimischen Vogelarten die Bruthöhlen streitig machen könnten. Nach aktuellem Stand meiner Recherche ist dies jedoch bislang nicht eindeutig belegt. Auch der NABU Köln hat hierzu bereits Stellung bezogen und auf die komplexe Gesamtsituation hingewiesen.

Tatsächlich ist das Thema deutlich vielschichtiger, als es auf den ersten Blick erscheint. So können beispielsweise auch andere Vogelarten wie die Hohltaube von der Anwesenheit der Papageien profitieren. Die Papageien erweitern nämlich häufig vorhandene Baumhöhlen, wodurch diese im Anschluss auch für größere Vogelarten zugänglich werden.

Papageien in Köln

Auch die Frage, ob die Papageien in Köln anderen Vogelarten Nahrung streitig machen, wird häufig diskutiert. Der NABU Köln weist darauf hin, dass sich die Sittiche bevorzugt von Pflanzenteilen der Rosskastanie, der Hainbuche sowie der Ahornblättrigen Platane ernähren. Gerade im Winter nutzen sie insbesondere Hainbuche und Platane als Nahrungsquelle.

Damit sind die Sittiche selbst in der kalten Jahreszeit nicht auf eine zusätzliche Fütterung durch den Menschen angewiesen. Interessant ist zudem, dass die Platane in der Kölner Innenstadt die am häufigsten vorkommende Baumart ist. Auch im Stadtgarten konnte ich mehrfach Alexandersittiche in den Platanen und in den anderen Bäumen beobachten, was darauf hindeutet, dass sie dort geeignete Lebensbedingungen vorfinden und den Park offenbar als passenden Lebensraum nutzen.

Sittiche in Köln

Frage: Falls du weitere Informationen über die Papageien in Köln erhalten möchtest, hat der NABU Köln dazu ein ausführliches Informationsschreiben veröffentlicht. Dort werden zahlreiche Aspekte rund um das Verhalten, die Lebensweise und die ökologische Einordnung der Halsbandsittiche und Alexandersittiche näher erläutert.

Bislang konnte außerdem nicht bestätigt werden, dass diese Vögel Krankheiten auf andere Vogelarten oder auf den Menschen übertragen. Laut NABU wurde das Blut der Tiere bereits mehrfach untersucht, ohne dass dabei entsprechende Hinweise gefunden wurden.

Bei meinen Beobachtungen im Stadtgarten fiel mir zudem auf, dass einige Alexandersittiche auf der rechten Kopfseite kein Gefieder hatten. Einer der Vögel wies dort sogar eine auffällige rötliche Hautveränderung im Gesichtsbereich auf.

Alexandersittiche im Stadtgarten
Alexandersittiche im Stadtgarten

Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich der Spaziergang im Stadtgarten in Bezug auf die Beobachtung von Alexandersittichen definitiv gelohnt hat. Zwar habe ich vermutlich keine Halsbandsittiche gesehen, dennoch bot sich mir die Gelegenheit, einen guten Eindruck von den Papageien in Köln zu gewinnen.

Ursprünglich hatte ich vor, am Abend noch einmal ans Rheinufer zu gehen, entschied mich dann jedoch um und besuchte stattdessen den Melaten-Friedhof. Am Rheinufer schaute ich danach nur noch ganz kurz vorbei, aber ging sehr schnell wieder. Bevor ich näher auf meine Beobachtungen auf dem Melaten-Friedhof eingehe, folgen zunächst noch einige letzte fotografische Eindrücke der Alexandersittiche aus dem Kölner Stadtgarten.

Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln
Papageien in Köln

Frage: Möchtest du noch weitere Sitticharten kennenlernen? Dann wirf doch einen Blick auf die Mönchssittiche. Im Gegensatz zu Halsbandsittichen und Alexandersittichen, die zu den Altweltpapageien gehören, zählen Mönchssittiche zur Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae). Beobachten konnte ich Mönchssittiche bereits im Pantanal, in Barcelona sowie in Málaga. Wenn du mehr über diese interessante Art erfahren möchtest, schau gerne in die entsprechenden Blogbeiträge hinein.

Alexandersittiche auf dem Melaten-Friedhof

Ein etwas ungewöhnlicher Ort, um in Köln Papageien zu beobachten, ist ein Friedhof – genauer gesagt der Melaten-Friedhof, nur etwa dreißig Gehminuten vom Stadtgarten entfernt. Auf die Papageien dort wurde ich aufmerksam, als ich recherchierte, wo sich in Köln Halsbandsittiche und Alexandersittiche beobachten lassen. Neugierig machte ich mich an einem Spätnachmittag auf den Weg zum Melaten-Friedhof.

Für diesen heißen Sonntag hätte ich kaum einen besseren Ort finden können. Die Straßen waren voller Menschen – kein Wunder, schließlich waren es die ersten Tage des Jahres, die sich wirklich nach Sommer anfühlten. Zwischen den alten Bäumen des Friedhofs fand ich nicht nur angenehmen Schatten und etwas Abkühlung, sondern auch die Ruhe, nach der ich mich in diesem Moment sehnte.

Papageien auf dem Melaten-Friedhof

Begrüßt wurde ich von einem Rotkehlchen, das mich während meines Aufenthalts auf dem Melaten-Friedhof regelrecht zu verfolgen schien. Eine Amsel hopste derweil von Grabstein zu Grabstein, hielt immer wieder inne und suchte sich zwischendurch erhöhte Aussichtspunkte.

Etwas weiter entlang des Weges entdeckte ich überraschend eine Nilgans. Auf einem Friedhof hatte ich mit ihr nicht gerechnet – in meiner Vorstellung gehören Nilgänse eher an Seen, Flüsse oder andere Gewässer. Hier muss ich erwähnen, dass die Nilgans verdächtigt wird, tatsächlich Einfluss auf die heimische Vogelwelt zu nehmen und dabei einheimische Vogelarten zu verdrängen. Denn die Nilgans kommt ursprünglich aus Afrika. Sehe ich sie deswegen so häufig in Köln? Nichtsdestotrotz, auf die vielen anderen Vogelarten, die mir in Köln begegnet sind, komme ich später noch zurück. Mein eigentliches Ziel waren schließlich die Sittiche.

Immer wieder drang ihr typisches, durchdringendes Kreischen durch die Baumkronen. Jedes Mal versuchte ich, die Richtung auszumachen und den Rufen zu folgen. Nach einer Weile wurde meine Geduld belohnt: Aus einer Baumhöhle lugte ein Alexandersittich hervor. Für einen Moment wirkte es, als hätte er dort gesessen und auf mich gewartet.

Alexandersittiche auf dem Melaten-Friedhof

Schon wieder Alexandersittiche. Ich freute mich über jede einzelne Beobachtung. Trotzdem fragte ich mich, wo die Halsbandsittiche blieben. Von ihnen sollte es in Köln doch deutlich mehr geben.

Also blieb ich noch eine Weile stehen und lauschte. Vielleicht würde sich ja noch etwas zeigen. Tatsächlich entdeckte ich kurz darauf einen weiteren Alexandersittich hoch oben in den Ästen eines Baumes. Wenig später saß dort noch ein zweiter. Beide wirkten entspannt und schienen das Geschehen unter ihnen aufmerksam zu beobachten.

Papageien in Köln

Aus einer Spalte im Stamm lugte schließlich ein weiterer Sittich hervor. Als ich ihn dort sitzen sah, musste ich erneut schmunzeln. Irgendetwas an diesen Vögeln wirkt gleichzeitig elegant und ein wenig komisch. Vielleicht sind es ihre neugierigen Blicke oder die Selbstverständlichkeit, mit der sie mitten in einer deutschen Großstadt leben. Jedenfalls freute ich mich über jede einzelne Begegnung.

Dass Papageien heute in Deutschland zur Stadtnatur gehören, ist noch immer ein ungewöhnlicher Gedanke. Bislang konzentrieren sich die größeren Bestände vor allem auf die klimatisch begünstigten Regionen entlang des Rheins. Die Rheinebene zählt zu den wärmsten Gegenden Deutschlands und bietet den Vögeln vergleichsweise günstige Bedingungen.

Spannend ist die Frage, welche Rolle der Klimawandel dabei spielt. Steigende Durchschnittstemperaturen und mildere Winter könnten es Halsbandsittichen und Alexandersittichen erleichtern, auch außerhalb ihrer bisherigen Verbreitungsgebiete zu überleben. Gleichzeitig hängt ihr Erfolg nicht nur vom Klima ab, sondern auch vom Angebot an Nahrung, geeigneten Brutplätzen und dem Zusammenspiel mit anderen Arten. Ob die Papageien künftig weitere Regionen Deutschlands erobern werden, bleibt abzuwarten. In Köln jedenfalls scheinen sie längst angekommen zu sein.

Papageien in Köln
Papageien in Köln

Nichtsdestotrotz wurde ich auch auf dem Melaten-Friedhof von zwei Spaziergängerinnen angesprochen. Offenbar falle ich mit meiner Kamera und den ständigen Blicken in die Baumkronen doch ziemlich auf. Wer immer wieder stehen bleibt und aufmerksam die Äste über sich absucht, weckt wohl zwangsläufig Neugier.

Apropos Bäume: Auch auf dem Melaten-Friedhof schienen besonders die Ahornblättrigen Platanen bei den Alexandersittichen beliebt zu sein. Zumindest machte ich dort meine besten Beobachtungen. Sicherlich halten sich die Vögel auch an anderen Stellen des Friedhofs auf – schließlich hörte ich ihre Rufe immer wieder aus verschiedenen Richtungen. Die meisten Alexandersittiche entdeckte ich jedoch in einem Bereich, in dem mehrere mächtige Platanen dicht beieinanderstanden. Zwischen den ausladenden Kronen und den alten Stämmen fanden die Vögel offenbar ideale Bedingungen, um sich aufzuhalten und zu brüten.

Papageien in Köln

Ein Alexandersittich schien mich schon wieder zu beobachten. Ganz entspannt saß er auf seinem erhöhten Aussichtspunkt und blickte auf das Geschehen unter sich herab.

An dieser Stelle des Friedhofs war auch der Verkehr deutlich zu hören. Während es auf dem Melaten-Friedhof Bereiche gibt, in denen der Lärm der Stadt fast vollständig verschwindet, dringt an anderen Stellen das Rauschen der Straßen ununterbrochen durch. Ausgerechnet dort hielten sich die Alexandersittiche auf.

Ob sie den Lärm tatsächlich mögen, lässt sich natürlich schwer sagen. Auffällig war jedoch, dass sie sich von ihm überhaupt nicht stören ließen. Während ich den ruhigeren Teil des Friedhofs als deutlich angenehmer empfand, schienen die Sittiche den Verkehrslärm vollkommen zu ignorieren – als wäre er für sie längst Teil ihrer gewohnten Umgebung geworden.

Papageien in Köln

Ein anderer Papagei zeigte sich dagegen deutlich zurückhaltender. Neugierig genug war er zwar, um vorsichtig aus seiner Baumhöhle hervorzulugen, doch weiter wollte er offenbar nicht gehen. Vielleicht glaubte er, ich würde ihn zwischen Rinde und Schatten nicht entdecken. Tatsächlich verriet ihn nur ein kurzer Blick aus dem Dunkel seines Verstecks.

Papageien in Köln

Irgendwann entschied ich mich schließlich, weiterzugehen. Vielleicht würden sich ja doch noch die Halsbandsittiche zeigen. Doch an diesem Nachmittag blieb die Suche erfolglos. Stattdessen setzte ich mich auf eine Bank und genoss für eine Weile die Ruhe des Friedhofs. In dieser Hinsicht unterscheide ich mich wohl deutlich von den Kölner Papageien, die offenbar eher Gefallen an lebhaften und nicht selten lauten Orten finden.

Nichtsdestotrotz ist Köln ein großartiger Ort, um nach Papageien Ausschau zu halten. Ich war im Mai dort, als die Bäume bereits in sattem Grün standen. Für die Beobachtung der Sittiche ist das nicht unbedingt die einfachste Jahreszeit. Mit ihrem grünen Gefieder verschwinden sie förmlich in den Baumkronen und sind zwischen den Blättern oft nur schwer auszumachen.

Erfahrene Vogelbeobachterinnen und Vogelbeobachter empfehlen deshalb häufig den Winter. Wenn die Bäume kahl sind, lassen sich Halsbandsittiche und Alexandersittiche deutlich leichter entdecken. Dann verraten sie sich nicht nur durch ihre lauten Rufe, sondern sind auch mit bloßem Auge wesentlich einfacher zu finden. Vielleicht ist das ein guter Grund für einen weiteren Besuch in Köln – diesmal in der kalten Jahreszeit.

Papageien in Köln

Information: Falls du gerne Friedhöfe besuchst, kenne ich noch einen: den Zentralfriedhof in Wien. Dort kann man nicht nur Vögel beobachten – der Friedhof ist auch für seine Feldhamster bekannt. Schau gern in meinen früheren Beitrag.

Mehr Vögel in Köln

Köln hat aber nicht nur Alexandersittiche und Halsbandsittiche zu bieten. Besonders interessant war für mich die Begegnung mit Haussperlingen im Stadtzentrum. Ich hatte nämlich angenommen, dass es in Köln keine Haussperlinge mehr gibt. Es gibt sie noch am Rheinufer, aber laut meinen Recherchen werden sie in Köln immer weniger. Fotografiert habe ich sie leider nicht.

Zahlreich vertreten sind auch die Tauben am Rheinufer. Dort finden sie bei den vielen Spaziergänger offenbar immer wieder den ein oder anderen Leckerbissen. Beliebt sind sie dabei sicher nicht bei allen, aber die Brotkrumen lassen sie sich trotzdem nicht entgehen.

Es gibt übrigens noch einen weiteren Ort in Köln (Rheinpark), an dem man Papageien beobachten kann. Und zwar ist das der Rheinpark. Ich selbst habe dort allerdings keine Papageien gesehen – nur ein paar Rufe aus einem Baum gehört. Da bereits einige Parkbesucher in der Nähe waren, bin ich nicht länger stehen geblieben.

Also ging ich weiter. Papageien fand ich zwar keine mehr, dafür aber Wacholderdrosseln. Wie schön – diese Vögel habe ich an meinem Wohnort noch nie gesehen, entsprechend besonders war diese Beobachtung.

Wacholderdrossel
Wacholderdrossel
Wacholderdrossel

In unmittelbarer Nähe der Wacholderdrosseln zeigte sich für einen Augenblick ein Stieglitz.

Stieglitz

Recht zahlreich vertreten in Köln scheinen auch die Nilgänse zu sein. Ich begegnete ihnen sowohl regelmäßig am Rheinufer als auch auf dem Melaten-Friedhof. Dort saß eine Nilgans gemütlich auf einem Baum – etwas, das ich zuvor gar nicht von ihnen kannte.

Nilgans

Auch Amseln waren regelmäßig zu sehen, sowohl im Stadtgarten als auch auf dem Melaten-Friedhof.

Amsel

Im Stadtgarten entdeckte ich einen Gartenbaumläufer, der sich flink den Stamm eines Baumes hinaufarbeitete. Leider sind diese kleinen Kletterer nur schwer zu fotografieren – kaum hat man sie im Blick, verschwinden sie schon auf die andere Seite des Stammes oder huschen weiter nach oben.

Gartenbaumläufer

Im Melaten-Friedhof hatte ich fast den Eindruck, ein Rotkehlchen würde mich begleiten. Wo immer ich mich auch aufhielt, schien es wieder aufzutauchen – als würde es mich regelrecht verfolgen.

Rotkehlchen

In der Stadtmitte entdeckte ich einen Kolkraben, der sich lautstark bemerkbar machte.

Vögel in Köln

Ansonsten konnte ich in Köln auch Buchfinken hören. Gesehen habe ich unter anderem Elstern, Blässhühner, Höckerschwäne, Graugänse, Kormorane, Kanadagänse, Stockenten, Mauersegler und Möwen. Gerade in einer Großstadt wie Köln lässt sich überraschend viel Vogelvielfalt entdecken.

Frage: Wohnst du in der Stadt – und welche Tiere hast du dort schon beobachten können? Gerade im urbanen Raum gibt es oft überraschend viel zu entdecken, wenn man einmal genauer hinschaut. Schreib es gerne in die Kommentare!

Mehr Informationen

Arbeitskreis Halsbandsittiche beim NABU Köln

Der Alexandersittich auf Wikipedia

Der Halsbandsittich auf Wikipedia

Vogelportrait Halsbandsittich

Vögel in Deutschland: Bestandssituation 2025

Planet e: Freche Sittiche

Nina und die wilden Tiere: Papageien-Alarm am Rhein

Halsbandsittich - Ein Papagei erobert Deutschland

Die Maus: Wie überleben wilde Papageien in Deutschland?

Podcast Gut zu Vögeln: Der Halsbandsittich

Kennst du die Papageien in Köln? Falls ja, wo konntest du sie dort schon beobachten? Oder hast du sie vielleicht an einem anderen Ort im Rheingebiet gesehen? Schreib es gerne in die Kommentare!

Papageien in Köln
Papageien in Köln

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