Der Vogelpark Parque das Aves in Foz do Iguaçu

Der Parque das Aves in Foz do Iguaçu ist ein Vogelpark in der Nähe der Iguaçu-Wasserfälle. In diesem Beitrag stelle ich den Vogelpark näher vor, schreibe über seine Geschichte und in welchen Artenschutzprojekten er beteiligt ist. Im Anschluss erfährst du mehr zu den Vogelfamilien und zu anderen Tieren, die es dort zu sehen gibt. Außerdem gehe ich auch darauf ein, warum ich diesen Vogelpark besucht habe.

Wenn ich mir diese Frage stelle, kann ich ehrlich gesagt kein klares und generelles „ja“ oder „nein“ geben. Natürlich bin ich der Meinung, dass wir nicht das Recht haben Tiere in Käfigen einzusperren, um sie zur Schau zu stellen. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass viele der Bedrohungen, denen Tiere ausgesetzt sind immer weiter und weiter zunehmen – sei es Lebensraumverlust, Mensch-Tier-Konflikte oder der Handel mit wilden Tieren (um nur ein paar zu nennen) – wäre es da nicht besser zumindest für ein paar Tieren einen sicheren Ort zu schaffen?

Wenn Vogelparks oder  Zoos es richtig machen, können sie mithelfen die Umweltbildung voranzubringen und einen Ort erschaffen wo Menschen sich wieder mit der Natur verbinden können. Ich möchte hier jetzt aber nicht näher darauf eingehen, was richtig und was falsch ist, aber dafür einen Vogelpark vorstellen, der meiner Meinung nach eine sehr gute und wichtige Arbeit leistet. Dabei handelt es sich um den Parque das Aves in Foz do Iguaçú.

Der Vogelpark befindet sich in einer touristisch sehr gut erschlossenen Gegend in der Nähe der IguaçúWasserfälle. Ich besuchte den Parque das Aves, um mehr zu erfahren in welchen Artenschutzprojekten er beteiligt ist. Außerdem wollte ich den Park unterstützen, weil sie ein neues zu Hause für die Tiere bieten, die entweder aus schlechten Haltungsbedinungen oder aus dem illegalen Tierhandel kommen.

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Ich hoffe, ich kann dich überzeugen, dass Parque das Aves einen Besuch wert ist. Mit deinem Eintrittsgeld unterstützt du – zwar nur in kleinem Umfang – dass der Vogelpark seine Arbeit im Vogelschutz weiterführen kann.

Übrigens war es für mich nicht das erste mal, dass ich einen Ort mit Volieren besucht hatte. In Südafrika schaute ich mir Birds of Eden in der Nähe von Plettenberg Bay an.

Tipp: Parque das Aves liegt ganz in der Nähe der Iguaçú-Wasserfälle. Falls du nicht so viel Zeit mitbringst, aber sowohl die Iguaçu-Wasserfälle als auch den Parque das Aves besuchen möchtest, ist es möglich beides an einem Tag zu schaffen. Allerdings denke ich, dass es sich lohnt sich an beiden Orten genügend Zeit zu nehmen.

Die Erhaltung der einheimischen Vogelwelt

Mit mehr als 800 Tausend Besuchern jedes Jahr ist der Parque das Aves ein beliebtes Ausflugsziel für viele Menschen in Foz do Iguaçu geworden (darunter sind auch mehr als 35 Tausend Schulkinder). Die Verantwortlichen des Vogelparks behaupten, dass sie sich für eine bessere Welt einsetzen und dass sie einen Ort erschaffen haben, wo die Menschen in Frieden mit der Natur sein können. Sie möchten darüberhinaus Arten vor dem Aussterben bewahren. Aber erreichen sie auch ihre ehrgeizigen Ziele?

Wenn man die aktuellen Zahlen des Vogelparks betrachtet, machen sie eine großartige Arbeit. Vor allem für die Vögel des Atlantischen Regenwaldes. Wenn man bedenkt, dass nur noch weniger als 10% des ursprünglichen Regenwaldes übrig ist, was sich nicht nur auf Vögel sondern auch auf viele andere Tierarten wie zum Beispiel Goldene Löwenäffchen oder Südliche Spinnenaffen auswirkt, dann ist es nicht verwunderlich warum immer mehr Tiere bedroht sind. Daher ist es meiner Meinung nach um so wichtiger, dass es Einrichtungen wie Parque das Aves gibt, die sich um Vögel kümmern, die immer mehr von ihrem Lebensraum verlieren.

In 2017 kamen etwa 70% aller Vögel in Parque das Aves aus dem Atlantischen Regenwald. Heute sind es schon 85%, aber das Ziel ist es mehr als 95% zu erreichen. Das heißt also, dass der Vogelpark einen Ort aus überwiegend einheimischen Vögeln aus dem Atlantischen Regenwald sein soll. Sie haben außerdem eine Liste mit 107 bedrohten Vogelarten erstellt. Der Fokus ihrer Arbeit soll sich in Zukunft weiter auf den Schutz dieser Vögel konzentrieren. Auf dieser Liste finden sich unter anderem Vögel wie der  Schwarzmaskenguan (Aburria jacutinga), der Alagoas-Mitu (Pauxi mitu) oder die Blaustirnamazone (Amazona aestiva). In dem folgenden Foto ist ein Schwarzmaskenguan abgebildet.

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Die meisten Vögel (54%) im Vogelpark kommen aus schlechten Haltungsbedingungen oder aus dem illegalen Tierhandel. Etwa 35% der Vögel wurden im Vogelpark geboren. Die restlichen Vögel (11%) sind aus unterschiedlichen Gründen da. Insgesamt hat Parque das Aves für mehr als 1400 Vögel aus etwa 150 verschiedenen Vogelarten in einem etwa 16 Hektar großen Grundstück mit geschütztem Atlantischen Regenwald ein neues zu Hause erschaffen.

Bevor ich einige der Vögel aus Parque das Aves vorstelle, möchte ich noch etwas zu der Geschichte von dem Vogelpark erzählen.

Tipp: Falls du mehr über die Artenschutzprojekte, die Parque das Aves unterstützt wissen möchtest, dann besuche doch mal ihre Webseiten. Parque das Aves unterstützt zum Beispiel die Projekte Projeto Papagaio-verdadeiro und Projeto Papagaio-chauá, die sich für den Schutz von Blaustirnamazonen bzw. Granada-Amazonen einsetzen. Sie helfen außerdem auch dem Projekt Projeto Harpia, das sich für die Harpyie stark macht.

Die Geschichte von Parque das Aves

Der Vogelpark Parque das Aves wurde von der Tierärztin Anna aus Deutschland und dem Unternehmer Dennis aus Simbabwe errichtet. Die Reise begann Mitte der 70iger Jahre als Anna nach Simbabwe zog wo sie Dennis kennenlernte. Sie heirateten und bekamen zwei Kinder, Anna-Luise und Carmel. Ihr Leben schlug eine neue Richtung ein, als Anna einen Graupapagei erhielt, den sie Pumuckl nannte. Kurz darauf erhielt sie weitere Graupapageien für die sie sich kümmern sollte.

In den 90iger Jahren zogen sie nach Isle of Man in Großbritannien. Als dann jedoch ein Freund von Dennis ihm vorschlug einen Krokodilpark in Foz do Iguaçu zu eröffnen, konnte die Familie nicht mehr ruhig sitzen bleiben. Dennis mochte die Idee, aber er bevorzugte Vögel. Die Familie begann daraufhin mit den ersten Plänen für Parque das Aves.

Sie kauften schließlich ein großes Grundstück in der Nähe der Iguaçu-Wasserfälle. Für Anna und Dennis war es sehr wichtig bei den Planungen zu vermeiden, dass Bäume des Atlantischen Regenwaldes gefällt werden. Am Anfang führte die Familie ein Leben zwischen Isle of Man und Foz do Iguaçu. Dennis und Anna waren sehr begeistert von ihrem Projekt. Sie gaben ihre ganzen Ersparnisse für Parque das Aves aus. Im November 1993 begannen schließlich die Bauarbeiten von Parque das Aves.

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Anders als heute, wurden die ersten Vögel entweder gespendet oder kamen aus Brasilianischen Zoos. Sie hatten sogar subtropische Vögel von anderen Kontinenten in ihren Anfangsjahren importiert. Heute fokussiert sich der Park allerdings – wie weiter oben schon erwähnt – auf einheimische Vögel aus dem Atlantischen Regenwald um deren Schutz voranzubringen.

Parque das Aves eröffnete am 7. Oktober 1994. Leider wurde Dennis nur ein Jahr nach der Eröffnung sehr krank. Zwei Jahre später starb er auf Isle of Man.

Nach seinem Tod war Anna mit den zwei Töchtern alleine, aber sie erhielt sehr viel Hilfe von anderen Menschen, um mit dem Vogelpark weitermachen zu können. Sie brauchten diese Hilfe, da immer mehr misshandelte Vögel (darunter auch bedrohte Arten) bei ihnen abgegeben wurden.

Daraufhin versuchte die Familie ihre Artenschutzarbeit auszuweiten. Heute beinhaltet ihre Arbeit die Rehabiliation von geretteten Vögeln, aber auch die Erschaffung eines neuen zu Hauses für die Vögel, die nicht mehr ausgewildert werden können. Außerderm stellen Forschung, Umweltbildung, die Ausbildung von Lehrern und Fundraising für verschiedene Artenschutzprogramme weitere Bereiche ihrer Arbeit dar.

Heute wird der Vogelpark von einer der Töchter von Anna und Dennis, Carmel, geführt. Sie ist die Geschäftsführerin seit 2010.

Im nächsten Abschnitt erfährst du mehr zu den Vögel, die es in Parque das Aves zu sehen gibt.

Die folgende Karte gibt einen Überblick über den Vogelpark.

Vögel in Parque das Aves

Im Vogelpark Parque das Aves gibt es eine große Vielfalt verschiedener Vogelarten. Viele von ihnen kommen aus dem Atlantischen Regenwald. Die meisten Vogelarten, die ich gesehen habe, waren Papageien. Sie haben allerdings auch einige Flamingos, sowie einige Tukane und Guane und Mitos.

Eigentliche Papageien (Psittacidae)

Kurz nachdem du im Parque das Aves bist und den Schildern folgst, wirst du bei den ersten Papageien ankommen. Der Ort heißt Parrots Island. Genau an diesem Ort erfährt man mehr über die Mission des Vogelparks: die Rettung von Vögeln aus illegalem Tierhandel und schlechten Haltungsbedingungen.

Es gibt dort keinen Käfig oder sonst irgendeine Voliere. Wenn die Papageien noch fliegen könnten oder wollten, dann könnten sie es. Lediglich eine Biologin stand neben den Papageien, um die vorbeilaufenden Besucher über die Gefahren, denen die Papageien ausgesetzt sind, zu informieren. Die meisten Papageien dort kommen tatsächlich aus dem Tierhandel oder weil sie schlecht gehalten wurden. Daher können sie nicht wieder in die Wildnis freigelassen werden. In Parque das Aves können sie an einem geschützten Ort leben.

An diesem Ort lernte ich auch, dass 6 Millionen Tiere in Brasilien jedes Jahr gefangen werden und dass es sich dabei um ein sehr profitables Geschäft handelt (900 Millionen Doller Profit jedes Jahr). Das Traurige an der Sache ist, dass nur ein Tier von 10 Tieren das überlebt.

Bei Parrots Island sahen wir die folgenden Papageien:

Rotrückenara (Primolius maracana) Potenziell gefährdet

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Fächerpapagei (Deroptyus accipitrinus) Nicht gefährdet

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Rotschwanzamazone (Amazona brasiliensis) Potenziell gefährdet

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Blaustirnamazone (Amazona aestiva) Nicht gefährdet

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Mülleramazone (Amazona farinosa) Potenziell gefährdet

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Schwarzohrpapagei (Pionus menstruus) Nicht gefährdet

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Nach Parrots Island wirst du noch viele weitere Vögel sehen. Flamingos, Guane oder Adler. Später kommt aber noch eine Voliere mit einigen Sittichen. Ich konnte nicht alle sehen, daher nur eine kleine Auswahl.

Pavuasittich (Psittacara leucophthalmus) Nicht gefährdet

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Nandaysittich (Aratinga nenday) Nicht gefährdet

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Schwarzohrpapagei (Pionus menstruus) Nicht gefährdet

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Jendayasittich (Aratinga jandaya) Nicht gefährdet

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Ich konnte den Artnamen der folgenden zwei Vögel nicht herausfinden. Bitte hinterlasse mir einen Kommentar, falls du die Artnamen kennst.

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Gleich nach den Sittichen kommt die größte Voliere von Parque das Aves wo hauptsächlich Aras zu finden sind. Die meisten von ihnen saßen hoch oben auf ein paar Holzbrettern und schauten zu uns Besuchern herunter. Man kann sich dort eine Weile aufhalten und dem Krächzen und Kreischen der Vögel zuhören.

Ich sah die folgenden Vögel.

Gelbbrustara (Ara ararauna) Nicht gefährdet

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Grünflügelara (Ara chloropterus) Nicht gefährdet

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Durch Kreuzung können einige der Vögel nicht hundertprozentig einer Art zugeordnet werden.

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Hyazinth-Ara (Anodorhynchus hyacinthinus) Gefährdet

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Blaustirnamazone (Amazona aestiva) Nicht gefährdet

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Hokkohühner (Cracidae)

Hokkohühner sind sehr typische Vögel für Brasilien, da diese Vögel in tropischen und subtropischen Regionen in Zentral- und Südamerika leben. Vor Parque das Aves traf ich schon im Itatiaia Nationalpark auf diese Vögel. Und zwar auf einen Bronzeguan (Penelope obscura).

Im Parque das Aves sah ich drei verschiedene Arten. Den Amazonashokko, den Nacktgesichthokko sowie den Schwarzmaskenguan. Parque das Aves bietet auch ein zu Hause für den Alagoas-Mitu (Pauxi mitu) – ein Vogel, den es nicht mehr in freier Wildbahn gibt, d.h. kurz vorm Aussterben steht. Der Vogelpark aber arbeitet gegen sein Verschwinden auf dieser Welt, indem es an dem Programm „Programa de Cativeiro do Mutum-de-alagoas“ teilnimmt. Ihr Ziel ist es zunächst einmal die Population in Gefangenschaft zu erhöhen, um sie dann in Zukunft wieder auszuwildern. Ich habe keinen Alagoas-Mitu im Parque das Aves gesehen, aber dafür den Amazonashokko, der dem Alagoas-Mitu ziemlich ähnlich sieht.

Amazonashokko (Mitu tuberosum) Nicht gefährdet

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Nacktgesichthokko (Crax fasciolata) – male Gefährdet

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Nacktgesichthokko (Crax fasciolata) – female Gefährdet

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Schwarzmaskenguan (Aburria jacutinga) Stark gefährdet

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Tukane (Ramphastidae)

Tukane kommen wie die Hokkohühner in tropischen Regionen Zentral- und Südamerikas vor. Sie sind sehr farbenfrohe Vögel und daher sehr auffällig. Ich sah freifliegende Tukane in Brasilien, aber nie so nah wie in Parque das Aves. Ich beobachtete Goldtukane (Pteroglossus bailloni) und Bunttukane (Ramphastos dicolorus) im Itatiaia Nationalpark und einen Braunohrarassari (Pteroglossus castanotis) in der Nähe der Iguaçu-Wasserfälle auf der Brasilianischen Seite und Riesentukane (Ramphastos toco) auf der Argentinischen Seite der Wasserfälle. Desweiteren traf ich auch noch auf einen Dottertukan (Ramphastos vitellinus) im Botanischen Garten in Rio de Janeiro. Im Parque das Aves sah ich aber auch einen freifliegenden Tukan, d.h. einen Braunohrarassari. Die zwei anderen Tukane lebten in den Volieren.

Braunohrarassari (Pteroglossus castanotis) Nicht gefährdet

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Riesentukan (Ramphastos toco) Nicht gefährdet

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Bunttukan (Ramphastos dicolorus) Nicht gefährdet

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Eigentliche Eulen (Strigidae) und Schleiereulen (Tytonidae)

Die Kaninchenkauze gehören zu einer meiner Lieblingsvögel. Leider sah ich keine von ihnen in freier Wildbahn in Brasilien. Falls du einen Ort kennst, wo man diese Eulen gut beobachten kann, sag mir doch in den Kommentaren Bescheid. Die meisten Eulen sind nachtaktiv (Kaninchenkauze können aber auch manchmal am Tag jagen gehen). Nichtsdestotrotz, in Parque das Aves sah ich neben den Kaninchenkauzen noch Schreieulen, Brillenkauze und Schleiereulen.

Kninchenkauz (Athene cunicularia) Nicht gefährdet

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Schreieule (Pseudoscops clamator) Nicht gefährdet

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Brillenkauz (Pulsatrix perspicillata) Nicht gefährdet

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Schleiereule (Tyto alba) Nicht gefährdet

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Flamingos (Phoenicopteridae)

Der Vogelpark hat zwei Flamingoarten. Da wären zum einen der Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus) und zum anderen der Chileflamingo (Phoenicopterus chilensis). Der Bereich mit den Flamingos befindet sich gegenüber von Parrots Island. Rosaflamingos leben normalerweise in Afrika, Asien und sogar in Europa. Chileflamingos dagegen leben überwiegend in den südlichen Regionen Südamerikas wie Chile und Argentinien.

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Kraniche (Gruidae)

Neben den Flamingos gibt es noch einen weiteren Bereich wo sich Südafrika-Kronenkraniche und Jungfernkraniche befinden. Südafrika-Kronenkraniche kommen normalerweise nicht in Südamerika, aber in Afrika vor. Jungfernkraniche dagegen leben in Asien.

Südafrika-Kronenkranich (Balearica regulorum) Stark gefährdet

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Jungfernkranich (Anthropoides virgo) Nicht gefährdet

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Wehrvögel (Anhimidae)

Von den Wehrvögeln gab es nur eine von den insgesamt drei Arten dieser Familie in Parque das Aves zu sehen. Und zwar einen Halsband-Wehrvogel. Diese Vögel kommen im zentralen Südamerika einschließlich in Brasilien vor.

Halsband-Wehrvogel (Chauna torquata) Nicht gefährdet

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Rallen (Rallidae)

Rallen sind weltweit verbreitet. Die Saracuraralle, die ich in Parque das Aves gesehen habe, kommt dagegen nur im Atlantischen Regenwald im südlichen Brasilien, Paraguay und im Norden Argentiniens vor.

Saracuraralle (Aramides saracura) Nicht gefährdet

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Steißhühner (Tinamidae)

Im Parque das Aves gibt es zwei Arten von Steißhühner. Zum einen das Pampashuhn und zum anderen das Grausteißtinamu. Steißhühner sind Vögel aus Zentral- und Südamerika. Beide Arten leben natürlicherweise im östlichen Südamerika einschließlich in Brasilien.

Pampashuhn (Rhynchotus rufescens) Nicht gefährdet

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Grausteißtinamu (Tinamus solitarius) Potenziell gefährdet

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Reiher (Ardeidae)

Reiher haben eine weltweite Verbreitung. Ich sah in Brasilien viele Reiher im Pantanal. Im Vogelpark in Foz do Iguaçu sah ich nur einen Marmorreiher, der normalerweise in Zentral- und Südamerika lebt.

Marmorreiher (Tigrisoma lineatum) Nicht gefährdet

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Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)

Im Parque das Aves leben einige Scharlachsichler. Ibisse sind weltweit verbreitet und bevorzugen ein tropisches, subtropisches und warmgemäßigtes Klima. Scharlachsichler kommen natürlicherweise in Südamerika und in der Karibik vor.

Scharlachsichler (Eudocimus ruber) Nicht gefährdet

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Neuweltgeier (Cathartidae)

Wie der Name der Familie schon andeutet, leben Neuweltgeier nur auf dem amerikanischen Kontinent. In Parque das Aves sah ich einen von ihnen. Und zwar einen Königsgeier, der in Zentral- und Südamerika verbreitet ist.

Königsgeier (Sarcoramphus papa) Nicht gefährdet

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Habichtartige (Accipitridae)

Habichtartige haben auch eine weltweite Verbreitung. Die Familie umfasst viele verschiedene Arten. Eine von ihnen ist die Harpyie. Die Harpyie ist ein neotropischer Vogel und kommt daher nur in Zentral- und Südamerika vor. Da Harpyien laut IUCN „potenziell gefährdet“ sind und da sie auch in Brasilien vorkommen, unterstützt der Parque das Aves die Erhaltung dieses Vogels.

Harpyie (Harpia harpyja) Potenziell gefährdet

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Rabenvögel (Corvidae)

Rabenvögel sind sehr bekannt. Ich sah einen interessanten Vogel von ihnen in einer Voliere des Vogelparks. Dabei handelte es sich um einen Krauskopf-Blaurabe, der nur in Südamerika lebt. Ich habe keinen von ihnen in freier Wildbahn gesehen, aber dafür einen Kappenblaurabe. Ich sah auch einen von ihnen einen Tag zuvor bei den Iguaçu-Wasserfällen.

Krauskopf-Blaurabe (Cyanocorax cristatellus) Nicht gefährdet

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Kappenblaurabe (Cyanocorax chrysops) Nicht gefährdet

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Kasuare (Casuariidae)

Alle Vögel dieser Familie können nicht fliegen. In Parque das Aves lebt ein Helmkasuar. Sie leben normalerweise in Indonsien, Neuguinea und Australien.

Helmkasuar (Casuarius casuarius) Nicht gefährdet

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Tangaren (Thraupidae)

Tangaren sind typische Vögel aus den Tropen. Man begegnet ihnen immer wieder in Brasilien. Ich hatte einen von ihnen schon einen Tag zuvor bei den Iguaçu-Wasserfällen gesehen, aber auch im Itatiaia Nationalpark.

Dreifarbentangare (Tangara seledon) Nicht gefährdet

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Kolibris (Trochilidae)

Kolibris zu bestimmen ist wahrscheinlich eine der größten Herausforderungen, wenn man darin kein Experte ist. Bis jetzt konnte ich den folgenden Vogel noch nicht bestimmen. Falls du weißt, um welchen Kolibri es sich hier handelt, bitte teile es mir in den Kommentaren mit.

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Mehr Tiere im Parque das Aves

Den ersten Tieren denen ich im Vogelpark begegnete, waren tatsächlich nicht Vögel sondern ein paar Schwarzbüscheläffchen. Ich sah diese Äffchen leider auch nicht in freier Wildbahn, ich war jedoch auf der Suche nach ihnen im Botanischen Garten in Rio de Janeiro, da ich auf iNaturalist gesehen hatte, dass sich dort schon einige von ihnen aufgehalten hatten.

Auf unserem Rundgang durch Parque das Aves begegneten wir auch noch einem Leguan, einer Schildkröte, zahlreichen Schmetterlingen, einem Kaiman und einer Schlange.

Schwarzbüscheläffchen (Callithrix penicillata) Nicht gefährdet

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Leguan und Schildkröte

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Schmetterlinge

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Anreise zum Parque das Aves

Parque das Aves befindet sich in der Nähe der Iguaçu-Wasserfälle und ist daher einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Bus mit der Nummer 120 verkehrt regelmäßig zwischen der zentralen Busstation TTU (Terminal de Transporte Urbano) und dem Iguaçu Nationalpark. Dieser Bus hält auch beim Vogelpark, sowie am Flughafen und an zahlreichen weiteren Bushaltestellen entlang der Straßen Avenida Juscelino Kubitschek, Avenida Jorge Schimmelpfeng und Avenidas das Cataratas. Bezüglich Unterkunft und Anreise nach Foz do Iguaçu gibt es weitere praktische Informationen in meinem vorherigen Blog-Beitrag über die Südamerikanischen Nasenbären.

Parque das Aves öffnet täglich von 8:30 bis 17:00 Uhr. Erwachsene, sowohl Brasilianer als auch Nicht-Brasilianer, zahlen 45 R$ pro Ticket. Kinder bis 8 Jahren können ohne Eintrittskarte in den Park (Stand: April 2019).

Mehr Informationen über den Vogelpark Parque das Aves

Falls du mehr über den Vogelpark Parque das Aves erfahren möchtest, dann schau doch mal auf ihrer Webseite vorbei:

Parque das Aves: offizielle Webseite

Artenschutzprojekte:
Projeto Papagaio-verdadeiro
Projeto Papagaio-chauá
Projeto Harpia

Hat dir der Blog-Beitrag gefallen? Oder warst du schon einmal in Parque das Aves? Lass mich deine Erfahrungen wissen. Ich bin auch daran interessiert, ob du generell einen Vogelpark besuchst.

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