Der Dawn Chorus 2026

Der Dawn Chorus 2026 fand wie jedes Jahr im Mai statt – einem besonderen Monat für Vogelbegeisterte und zahlreiche Citizen-Science-Projekte. Beim Dawn Chorus werden weltweit frühmorgendliche Vogelstimmen, möglichst vor Sonnenaufgang, aufgenommen. Mitmachen kann jede und jeder. Auch ich war dieses Jahr wieder dabei und teile hier meine Eindrücke aus 2026.

Vor Sonnenaufgang aufstehen. Raus in die Kälte. Sich in die Dunkelheit setzen. Zugegeben: Besonders beim ersten Mal fiel es mir dieses Jahr schwer, mich aufzuraffen, um für den Dawn Chorus 2026 Vogelkonzerte aufzunehmen. Doch schon am ersten Morgen wurde ich mit einem wunderschönen Zusammenspiel aus Nachtigall, Amsel und Mönchsgrasmücke begrüßt – und war mehr als froh, früh aufgestanden zu sein.

Wie jedes Jahr lädt der Dawn Chorus Freiwillige dazu ein, Vogelstimmen vor Sonnenaufgang aufzunehmen. Entstanden ist das Citizen-Science-Projekt während der Pandemie im Jahr 2020, als es durch die ungewohnte Ruhe plötzlich möglich war, die Vogelwelt besonders intensiv wahrzunehmen.

Seitdem hat sich der Dawn Chorus stetig weiterentwickelt. Inzwischen gibt es sogar eine eigene App, die laufend verbessert wird. Darauf möchte ich hier aber gar nicht näher eingehen – am besten probiert man sie einfach selbst aus.

Auch wenn Aufnahmen aus aller Welt eingereicht werden können, stammen die meisten Vogelkonzerte noch immer aus Deutschland. Das überrascht kaum – schließlich wurde das Projekt hier ins Leben gerufen (Screenshot am 17. Mai 2026 auf der Webseite vom Dawn Chorus).

Dawn Chorus 2026

Dieses Jahr begann der Sammelzeitraum bereits im April. Damit dauert der Dawn Chorus inzwischen nicht mehr nur einen, sondern gleich zwei Monate.

Das Besondere an diesem Citizen-Science-Projekt ist für mich die Verbindung von Naturbeobachtung, Technologie und Kunst. Wissenschaft und Bildung spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Begeisterung für die Natur selbst.

Natürlich ist es wichtig, Wissen voranzubringen und Menschen – Kinder wie Erwachsene – für die Vogelwelt zu sensibilisieren. Doch der Dawn Chorus schafft noch etwas anderes: Er lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und die Natur bewusster wahrzunehmen. Genau das macht das Projekt für mich so besonders.

Dawn Chorus 2026

Wie jedes Jahr sammle ich Vogelkonzerte in zwei Berliner Parks: im Ernst-Thälmann-Park und im Anton-Saefkow-Park. In beiden Parks nehme ich jeweils einmal an einem Werktag und einmal am Wochenende auf, um die Unterschiede zwischen den Tagen besser beobachten zu können.

In den folgenden Abschnitten berichte ich von meinen Aufnahmen und den Beobachtungen, die ich dabei gemacht habe.

Buchtipps: Das Projekt Dawn Chorus wurde von Bernie Krause inspiriert, der den Begriff „Soundscapes“ geprägt hat. Wenn du dich näher damit beschäftigen möchtest, lohnt sich ein Blick in sein Buch „Das große Orchester der Tiere“. Auch Roger Payne hat mit seinen Aufnahmen von Tierlauten – insbesondere von Walen – wichtige Pionierarbeit geleistet. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse hat er in dem Buch „Among Whales“ festgehalten.

Der Dawn Chorus 2026

Vogelkonzerte im Ernst-Thälmann-Park

Als ich gegen 4:15 Uhr in Richtung Ernst-Thälmann-Park aufbrach, wurde ich von einer Vielzahl an Vogelstimmen empfangen. Besonders deutlich waren Nachtigallen, Amseln und Mönchsgrasmücken zu hören. Gemeinsam ergab ihr Gesang ein eindrucksvolles, fast orchestrales Klangbild.

Wie jedes Jahr ging ich denselben Weg bis zum Teich. Dort jedoch veränderte sich die Klangkulisse: Das Vogelkonzert wurde nicht unbedingt leiser, aber anders. Mehrere Nebelkrähen saßen in den Bäumen und krächzten unaufhörlich, sodass ihre Rufe die feineren Gesänge der zuvor so präsenten Singvögel überlagerten und in den Hintergrund drängten.

Eine Mönchsgrasmücke versuchte, sich dennoch durchzusetzen.

Doch das war nicht einfach. Es war ein Sonntagmorgen: Nebelkrähen krächzten in den Bäumen, und Polizei sowie Krankenwagen waren unterwegs. Auch die Tram fuhr mit ihrem typischen Lärm über die Straße. Vielleicht erschien mir die gesamte Umgebung gerade deshalb besonders laut, weil ich so genau hinhörte.

Nichtsdestotrotz gab die Mönchsgrasmücke ihr Bestes (Foto: Mönchsgrasmücke im Berliner Tiergarten).

Dawn Chorus 2026

Als ich mir zu Hause die zweite Aufnahme anhörte, nahm ich im Hintergrund noch eine Amsel wahr – etwas, das mir am Teich selbst gar nicht aufgefallen war. Die Nebelkrähen hatten sich dort so stark in den Vordergrund gedrängt, dass die leiseren Stimmen völlig untergingen.

Auch eine Elster war eindeutig zu hören. Ich erinnere mich daran, dass ich gegen Ende meiner letzten Aufnahme eine Elster sah, wie sie in einen Baum flog. Ihre Stimme habe ich während dieser zweiten Aufnahme vor Ort jedoch nicht wahrgenommen.

Übrigens arbeitet die Dawn Chorus-App mit KI, allerdings scheint sie noch nicht völlig zuverlässig zu sein. In dieser zweiten Aufnahme hat sie zwar Mönchsgrasmücke und Amsel korrekt erkannt, zusätzlich aber auch einen Sprosser angegeben. Zwar waren im Hintergrund Nachtigallen zu hören, und Sprosser und Nachtigall sind sich tatsächlich recht ähnlich, doch hier liegt die App daneben. Oder erkennst du einen Sprosser in der Aufnahme?

Trotzdem finde ich es beeindruckend, dass die App überhaupt die Verwechslungsart erkannt hat, gerade bei diesem Lärm. Man muss schon sehr genau hinhören, um die Nachtigallen überhaupt noch herauszufiltern.

Die Nebelkrähen wurden immer lauter und aufgeregter (Foto: Nebelkrähe im Volkspark Friedrichshain).

Dawn Chorus 2026

Das Konzert der Nebelkrähen riss nicht ab.

Ich machte alle zehn Minuten eine Aufnahme. Selbst zehn Minuten später waren es ausschließlich die Nebelkrähen, die krächzten – kein anderer Vogel war mehr zu hören. Die Tram nahm ich weiterhin wahr, und ganz am Anfang der Aufnahme war außerdem noch ein Krankenwagen zu hören.

Auch bei meiner letzten Aufnahme dominierten weiterhin die Nebelkrähen, auch wenn sie sich im Verlauf etwas zu beruhigen schienen.

Am Ende der Aufnahme waren dann doch noch Haussperlinge zu hören – und ein Teichhuhn. Letzteres konnte die App allerdings (noch) nicht erkennen (Foto: Teichhuhn-Jungtier im Ernst-Thälmann-Park).

Teichhuhn

Als ich mich auf den Weg nach Hause machte, waren die Haussperlinge deutlicher zu hören (Foto oben: Haussperling im Volkspark Friedrichshain). Die Nebelkrähen hatten sich inzwischen beruhigt.

In einem Gebüsch vernahm ich schließlich endlich die Nachtigall viel klarer (Foto unten links: Nachtigall im Ernst-Thälmann-Park). Ich sah sie sogar – das Foto stammt allerdings von einem anderen Tag. Hoch oben in einem Baum saß zudem eine Amsel und sang (Foto unten rechts: Amsel im Volkspark Friedrichshain). Auch von ihr machte ich noch eine kurze Audioaufnahme.

Dawn Chorus 2026
Dawn Chorus 2026
Dawn Chorus 2026

Information: Die Fotos in diesem Beitrag sind an anderen Tagen entstanden und wurden nicht alle im Ernst-Thälmann-Park oder im Anton-Saefkow-Park aufgenommen. Da ich mich während des Dawn Chorus ganz auf die Tonaufnahmen konzentrieren wollte, entschied ich mich bewusst dagegen, eine Kamera mitzunehmen.

Insgesamt versprach der Tag, sehr schön zu werden. Als ich früh am Morgen draußen war, war es noch wolkenlos, aber kalt – etwa 4 °C. Im Laufe des Tages zogen einige Wolken auf, dennoch blieb es freundlich. Der Sonnenaufgang lag an diesem Sonntag um 5:07 Uhr.

Apropos Sonnenaufgang: Die Dawn Chorus-App zeigt inzwischen auch an, wann die beste Aufnahmezeit an einem Ort ist. Für den darauffolgenden Dienstag wurde ein Zeitfenster zwischen 3:20 Uhr und 6:04 Uhr angegeben. Genau in diesem Zeitraum ging ich erneut hinaus, um an einem Werktag Vogelstimmen aufzunehmen.

Begrüßt wurde ich dieses mal von einer Kohlmeise (Foto: Kohlmeise im Volkspark Friedrichshain).

Kohlmeise

Als ich an meinem Beobachtungsort ankam, fiel mir sofort auf, dass es deutlich ruhiger war als am Sonntag. Zunächst bemerkte ich die zahlreichen Fledermäuse, die über den Teich flogen.

Zwar waren auf meiner ersten Aufnahme auch Nebelkrähen zu hören, doch sie waren längst nicht mehr so laut wie zuvor. Außerdem konnte ich neben einer Nebelkrähe auch eine Amsel, eine Mönchsgrasmücke und eine Ringeltaube hören.

Irgendwann hörte ich rechts von mir ein Rascheln im Gebüsch. Was konnte das sein? Kurz darauf entdeckte ich eine Ratte, die scheinbar auf der Suche nach etwas Fressbarem war.

Vor mir landeten vier Stockenten auf dem Teich – allesamt Männchen. Anschließend zogen sie in V-Formation über das Wasser. Auch ein Buntspecht war bereits unterwegs; immer wieder konnte ich seine Rufe hören. Insgesamt war es jedoch deutlich ruhiger als am Wochenende, was ich als ungewöhnlich empfand.

Plötzlich begann hinter mir eine Amsel zu singen. Da sie sich ganz in meiner Nähe befand, ist ihr Gesang auf meiner dritten Aufnahme noch deutlicher zu hören. Wie wunderschön sie sang! Auch eine Mönchsgrasmücke schien eifrig mithalten zu wollen.

In einem Moment rief ein Teichhuhn (Foto: Teichhuhn im Ernst-Thälmann-Park). laut in den Gesang der Amsel hinein und durchbrach damit kurz die ruhige Atmosphäre.

Gleichzeitig wurden die Fledermäuse immer weniger.

Glücklicherweise waren nun auch die Haussperlinge wieder zu vernehmen – ebenso wie die stimmfreudigen Mönchsgrasmücken.

Dawn Chorus 2026

Gegen fünf Uhr waren die Fledermäuse verschwunden – zumindest konnte ich keine mehr sehen.

Auch in der Vogelwelt wurde es allmählich etwas ruhiger. Auf meiner vorletzten Aufnahme war die Mönchsgrasmücke nicht mehr ganz so gesangsfreudig wie zuvor. Dafür waren die Haussperlinge nun deutlich durchgängiger zu hören. Auch eine Amsel ließ sich noch vernehmen, ebenso wie eine Nebelkrähe.

In meiner letzten Aufnahme wurden die Nebelkrähen schließlich doch noch etwas lauter, wenn auch längst nicht so laut wie am Sonntag. Ganz am Anfang ist außerdem noch eine Kohlmeise zu hören. Auch die Haussperlinge waren weiterhin präsent, ebenso die Amsel. Die Mönchsgrasmücke hingegen schien sich inzwischen etwas zurückgezogen zu haben.

Ansonsten versprach der Tag schön zu werden. Zwar war der Himmel bewölkt, aber nicht vollständig bedeckt. Außerdem war es nicht mehr ganz so kalt wie zuvor – die Temperatur lag bei etwa 8 °C am Morgen.

Frage: Hast du beim Dawn Chorus mitgemacht oder vielleicht schon in einem anderen Jahr daran teilgenommen? Falls ja, lass es uns gerne in den Kommentaren wissen und erzähle, welche Vögel du gehört hast. Gab es dabei vielleicht ein besonderes Erlebnis?

Vogelkonzerte im Anton-Saefkow-Park

Ende Mai nahm ich erneut am Dawn Chorus 2026 teil und zeichnete die Vogelstimmen jeweils vor Sonnenaufgang an einem Wochentag sowie an einem Wochenende auf. An beiden Tagen war jedoch deutlich weniger Vogelgesang zu hören als in den Vorjahren. Möglicherweise lag das auch daran, dass ich die Aufnahmen erst gegen Ende des Monats gemacht habe. Eigentlich sollte ich die morgendlichen Vogelkonzerte möglichst früh im Mai festhalten. Ideal wäre es sogar, die Aufnahmen jedes Jahr am selben Kalendertag anzufertigen. Da sich jedoch die Wochentage und Wochenenden von Jahr zu Jahr verschieben, habe ich im Laufe der Zeit aufgehört, darauf besonders zu achten.

Nichtsdestotrotz war es noch immer Mai. Am ersten Aufnahmetag, einem Wochentag, war der Himmel wolkenlos, und mein Handy zeigte 9 °C an. Die Sonne ging an diesem Morgen um 4:52 Uhr auf.

Insgesamt war es überraschend ruhig. Nur ein Vogel schien unermüdlich immer wieder denselben Ruf erklingen zu lassen.

War das nicht ein Gartenbaumläufer? Eine Nachtigall war lediglich für einen kurzen Moment zu hören, doch der Gartenbaumläufer schien während der gesamten Aufnahme – und sogar schon davor und danach – unermüdlich weiterzusingen.

Um sicherzugehen, fragte ich die Naturblick-App um Hilfe. Und tatsächlich: Auch sie bestätigte meine Vermutung (Foto: Gartenbaumläufer im Volkspark Friedrichshain).

Gartenbaumläufer

Frage: Die Naturblick-App hilft nicht nur dabei, Vogelstimmen zu erkennen, sondern unterstützt auch bei der Bestimmung von Pflanzen. Entwickelt wurde sie vom Museum für Naturkunde Berlin und richtet sich in erster Linie an Naturbeobachtungen in Berlin. Daher ist sie nicht weltweit einsetzbar, sondern vor allem auf die Artenvielfalt der Region zugeschnitten.

Der Gartenbaumläufer und auch die anderen Vögel waren auf meinen Aufnahmen insgesamt deutlich leiser zu hören als im Ernst-Thälmann-Park. Gegen Ende Mai wird es im morgendlichen Vogelkonzert offenbar bereits spürbar ruhiger.

Ansonsten waren aus der Ferne noch Kohlmeisen zu hören. Immer wieder ließen sich kurz Mönchsgrasmücken vernehmen, und auch die Nebelkrähen fehlten nicht. Eine Amsel machte gelegentlich mit einigen Rufen auf sich aufmerksam, während die Tauben bereits ihr morgendliches Gurren hören ließen.

Kurz vor der zweiten Aufnahme hörte ich zudem die ersten Mauersegler. Aufzeichnen konnte ich sie allerdings erst in der dritten Aufnahme. Der Buntspecht zeigte sich dieses Mal deutlich zurückhaltender und ließ sich nur kurz vor Beginn der dritten Aufnahme vernehmen. Seine Anwesenheit war dennoch nicht zu überhören.

Während meiner vierten Aufnahme für den Dawn Chorus 2026 nahm ich in einiger Entfernung Haussperlinge wahr. Sie waren also ebenfalls Teil der morgendlichen Klangkulisse.

Ab und zu huschte eine Maus vor mir vorbei. Ich schenkte ihr jedoch kaum Beachtung, denn meine Aufmerksamkeit galt an diesem Morgen ganz den Vögeln.

Kurz vor meiner letzten Aufnahme ließ sich noch für einen Augenblick ein Eichelhäher hören. Das erscheint durchaus plausibel, denn Eichelhäher habe ich im Anton-Saefkow-Park bereits mehrfach beobachtet. Andere Arten, wie den Gartenbaumläufer, interessanterweise noch nie – obwohl ich ihn dort regelmäßig höre.

Zum Abschluss meiner letzten Aufnahme an diesem Wochentag meldete sich schließlich noch ein Buntspecht mit seinem charakteristischen Ruf zu Wort (Foto: Buntspecht im Berliner Tiergarten).

Buntspecht

Am darauffolgenden Sonntag, dem letzten Tag des Monats, ging ich erneut in den Anton-Saefkow-Park. An diesem Morgen ging die Sonne in Berlin bereits um 4:49 Uhr auf. Alles deutete darauf hin, dass es wieder ein sonniger Tag werden würde. Die Temperatur lag schon am frühen Morgen bei über 10 °C.

Ich erreichte den Park etwa fünf Minuten später als geplant und begann daher so schnell wie möglich mit meiner ersten Aufnahme. Und wer war wieder zu hören?

Der Gartenbaumläufer.

Schon nach den ersten Sekunden war sein Gesang wieder deutlich wahrnehmbar. Offenbar gehörte er auch an diesem Morgen zu den aktivsten Stimmen im Park.

Es war wieder ein sehr ruhiger Morgen unter den Vögeln.

Obwohl die Tram nicht laut erschien, war sie trotzdem lauter als die Vögel. Auf der zweiten Aufnahme sang der Gartenbaumläufer weiter.

Manchmal hörte ich hier und da eine Nachtigall, aber immer nur ganz kurz, wie schon an dem anderen Tag. Kohlmeisen, Mönchsgrasmücken und Tauben waren auch schon da. Und natürlich die ruffreudigen und meiner Meinung nach ja schon zu lauten Nebelkrähen.

Auf meiner dritten Aufnahme sang dann schließlich noch eine Amsel.

Ich machte noch zwei weitere Aufnahmen, doch insgesamt blieb es sehr ruhig.

Hoch über mir waren erneut die Mauersegler zu hören. Hier und da ließen sich außerdem Nebelkrähen und Kohlmeisen vernehmen.

Die Nachtigall zeigte sich an diesem Morgen alles andere als singfreudig. Trotzdem hatte ich mit diesem Vogel ein ganz besonderes Erlebnis. Plötzlich kam eine Nachtigall aus dem Gebüsch und begann direkt vor mir auf dem Boden nach Nahrung zu suchen. Sie bemerkte mich zwar, flog aber nicht davon. Ich versuchte, mich möglichst nicht zu bewegen – mit einer Kamera in der Hand hätte ich vermutlich anders reagiert. So konnte ich beobachten, wie sie langsam vor mir umherhüpfte und dabei im Boden nach Futter suchte. Eine Nachtigall auf diese Weise zu sehen, war für mich etwas völlig Neues. Es war ein wunderschöner Moment.

Dennoch blieb der Morgen insgesamt still. Wahrscheinlich wären die Vogelkonzerte zu Beginn des Monats deutlich eindrucksvoller gewesen. Aber auch diese Aufnahmen haben ihren Wert. Ich hoffe, dass sie den Organisatoren des Dawn Chorus 2026 dabei helfen, die Vogelwelt und das Gesangsverhalten der verschiedenen Arten ein Stück besser zu verstehen.

Frage: Beim Dawn Chorus 2026 handelt es sich um ein Citizen-Science-Projekt, an dem sich jeder beteiligen kann. Kennst du weitere spannende Citizen-Science-Projekte, bei denen du mitmachst? Vielleicht hast du sogar schon eigene Erfahrungen gesammelt und möchtest davon berichten. Hinterlasse gerne einen Kommentar und erzähle mehr darüber!

Mehr Informationen

Der Dawn Chorus 2020

Der Dawn Chorus 2021

Der Dawn Chorus 2022

Der Dawn Chorus 2024

Der Dawn Chorus 2025

Offizielle Webseite des Dawn-Chorus-Projekts

Stunde der Gartenvögel 2026

Hast du beim Dawn Chorus 2026 mitgemacht oder bereits in den Jahren zuvor teilgenommen? Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Dawn Chorus 2026
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