SANCCOB in Cape St Francis – Hilfe für Wildtiere in Südafrika (5/5)

Im letzten Teil von „Hilfe für Wildtiere in Südafrika“ geht es nun um eine Institution in Cape St Francis, die sich SANCCOB (Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds) nennt und sich ausschließlich den Seevögeln widmet. SANCCOB ist somit die Auffangstation für in Not geratene Seevögel oder Küstenvögeln. Zu den Seevögeln zählen zum Beispiel Kapscharben (Phalacrocorax capensis) aus der Familie der Kormorane, Dominikanermöwen (Larus dominicanus) oder Rosapelikane (Pelecanus onocrotalus). Aber auch der Afrikanische Brillenpinguin (Spheniscus demersus). Obwohl sich SANCCOB um alle Seevögel die Hilfe brauchen kümmern, finden vor allem Brillenpinguine dort Schutz.

SANCCOB in Cape St Francis, Südafrika

SANCCOB ist eine NGO, die kranke, verletzte, verlassene oder verölte Seevögel (1) retten, (2) rehabilitieren und (3) wieder in Freiheit lassen.

Seit 1968 hat SANCCOB somit um die 95.000 Seevögel gerettet (Stand Januar 2018). Darunter sind im Durchschnitt 24 verschieden Seevögelarten pro Jahr. Bei den Pinguin-Küken habe sie mehr als 2400 aufgezogen.

Mit ihrer Arbeit haben sie daher wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Gesamtpopulation an Brillenpinguinen seit 1968 um 19% erhöht hat.

SANCCOB hat drei Rettungszentren. Da wäre ein Zentrum im Western Cape, d.h. in Kapstadt, und zwei im Eastern Cape und zwar in Cape St Francis und in Port Elizabeth. Ich habe das Rettungszentrum in Cape St Francis zusammen mit der ORCA Foundation besucht.

Bei einer „behind the scene“ Tour ist es möglich hinter die Kulissen von SANCCOB zu schauen. Momentan (Stand 2018) werden zwei halbstündige Touren am Tag im Cape St Francis angeboten.

Im Rettungszentrum in Cape St Francis habe ich sehr tierliebe, fürsorgliche und engagierte Menschen, die sich um die kranken, verletzten und verölten Vögel kümmern, angetroffen. Bei der Tour haben wir den Tierpflegern kurz über die Schulter schauen können und sind dann aber gleich zu den Pinguinen, die nicht mehr ausgewildert werden können, gegangen. Dort haben uns die Tierpfleger mehr über die einzelnen Lebensgeschichten und Einzelschicksale der Pinguine erzählt.

Wir waren auch einige Zeit im Souvenir-Shop. Dort haben wir uns einen Informationsfilm angeschaut wo es um die verschiedenen Aktionen von SANCCOB ging und was man für Pinguine und Seevögel im Allgemeinen tun kann. Besonders interessant für Anwohner ist es zum Beispiel bei den Freilassungsaktionen teilzunehmen, d.h., zuzuschauen.

Wichtig zu erwähnen ist hier auch noch, dass SANCCOB eine wichtige Anlaufstelle bei Ölkatastrophen ist.

Damit das Rehabilitationsprogramm erfolgreich ist, informiert SANCCOB die Anwohner und Besucher über die zahlreichen Gefahren denen die Vögel ausgesetzt sind und was man tun kann wenn man zum Beispiel einen verletzten Pinguin findet.

Mir hat der Besuch von SANCCOB sehr gut gefallen. Das Rettungszentrum in Cape St Francis liegt außerdem in einer wunderschönen Umgebung und kann nach einem Besuch mit einem Ausflug in die Umgebung fortgesetzt werden.

Cape St Francis

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