Fischland-Darß-Zingst – Kraniche beobachten an der Ostsee

Fischland-Darß-Zingst ist eine Halbinsel im Norden Deutschlands und bei Urlaubern sehr beliebt. Die Halbinsel ist auch unter den Vogelbeobachtern sehr bekannt. Denn im Herbst versammeln sich Tausende Kraniche während ihres Herbstzuges auf Fischland-Darß-Zingst. Da ich die Halbinsel im Oktober besucht habe, erzähle ich in diesem Blogeintrag mehr über den Kranichzug an der Ostsee und was du auf einer Kranichbeobachtungstour mit dem Boot in Zingst erwarten kannst.

Unser Bus aus Berlin kam noch früh am Tag in Zingst an. Wir hatten also noch genügend Zeit, in der Jugendherberge in Zingst einzuchecken, ein Fahrrad zu mieten und die Umgebung etwas kennenzulernen.

Landschaft in der Nähe des Hafens in Zingst

Es ist nicht schwierig, das Dorf und seine Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden. Zingst ist nämlich sehr klein und hat eine Gesamtbevölkerung von nur etwa 3000 Menschen.

Zingst ist eines von den sechs Dörfern auf Fischland-Darß-Zingst. Es liegt im Zentrum der Halbinsel und ist mit dem Bus einfach zu erreichen (falls du nicht mit dem Auto anreisen möchtest).

Wir fuhren nach Zingst auf Fischland-Darß-Zingst hauptsächlich aus einem Grund. Wir wollten uns eines der beeindruckendsten Naturspektakel, das Deutschland zu bieten hat, anschauen. Und zwar die jährliche Wanderung Tausender Kraniche (Grus grus) im Herbst.

Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst

Und Zingst ist einer der besten Ausgangspunkte das auf Fischland-Darß-Zingst zu machen.

Bevor ich allerdings mehr über meine Erlebnisse während der Kranichbeobachtung auf Fischland-Darß-Zingst erzähle, möchte ich noch einen kleinen Überblick über die geografische Lage geben.

Fischland-Darß-Zingst ist eine lange Halbinsel, die im Norden Deutschlands im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt. Der größte Teil der Halbinsel von Fischland-Darß-Zingst gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Der Nationalpark wird - wie der Name schon andeutet - durch den Bodden bestimmt. Der Bodden ist ein flaches Küstengewässer, das Inseln, Halbinseln und Lagunen im Meer bildet. Die Boddengeewässer sind sehr typisch für die südliche Ostsee.

Hast du gewusst? Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist der größte Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern und der Drittgrößte in Deutschland. Mit einer Fläche von mehr als 750 Quadratkilometern umfasst der Nationalpark mehrere Halbinseln, Inseln und Lagunen einschließlich Fischland-Darß-Zingst, aber auch zum Beispiel die westliche Küste von Rügen, Hiddensee oder Ummanz.

Die Darß-Zingster Boddenkette kann von West nach Ost in den Saaler Bodden, den Bodstedter Bodden, den Barther Bodden und Grabow unterteilt werden.

Zingst liegt am Barther Bodden mit den Boddeninseln Große Kirr und Oie in der Nähe.

Diese zwei Inseln im Bodden sind besonders im Herbst für viele Vogelbeobachter interessant. Denn dort kann man von Zingst aus zahlreiche Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst beobachten.

In Zingst gibt es mehrere Touranbieter, die Schiffstouren um die Große Kirr anbieten, um dort die Kraniche während ihres abendlichen Einflugs zu beobachten.

Kranichbeobachtung mit dem Schiff

Wir nahmen an einer dieser Schiffstouren teil.

Kraniche beobachten mit dem Schiff

Kraniche sind auch als Vögel des Glücks bekannt. Und ich bin mir sicher, dass sie vielen Naturbeobachtern ein Gefühl des Glücks vermitteln.

So war es zumindest bei mir.

Es ist schwierig zu beschreiben wie es war als ich auf einem Schiff inmitten der Boddengewässer auf Fischland-Darß-Zingst von zahlreichen Kranichen umgeben war, die gerade in ihre Schlafplätze flogen.

Ich war tief beeindruckt.

Und begeistert.

Ich war auch so glücklich in dem Moment.

Unsere Schiffstour zu den Kranichen startete allerdings im Hafen von Zingst. Wir entschieden uns für eine Kranichfahrt mit der MS River Star der Reederei Poschke.

MS River Star in Zingst

Die Tour dauert normalerweise etwa zwei Stunden. An dem Tag als wir an der Tour teilnahmen, dauerte die Tour jedoch viel länger.

Ich hatte nicht auf meine Uhr geschaut. Aber ich schätze, dass es etwa drei Stunden waren. Vielleicht weil wir einen so schönen Tag erwischt hatten?

Tipp: Beachte, dass die Schiffe im September, Oktober und November zu unterschiedlichen Zeiten den Hafen verlassen. Bitte schaue auf die Internetseiten der Tourenanbieter, um aktuelle Informationen über die Abfahrtszeiten zu erfahren. Mehr dazu weiter unten unter Praktische Informationen.

Am Anfang der Schiffstour lernten wir ein bisschen mehr die Gegend im Barther Bodden und die Insel Große Kirr kennen.

Wir konnten sogar die Stadt Barth von weitem erkennen.

Landschaft auf Fischland-Darß-Zingst
Aussicht auf Barth

Wir lernten mehr über die Region und welche Tiere noch so in den Boddengewässern leben (siehe weiter unten). Ein Tourenguide sprach durch ein lautes Mikrofon, so dass die Informationen alle Teilnehmer erreichten.

Es war kalt an dem Tag, aber das Licht war wunderschön.

Sonnenuntergang auf Fischland-Darß-Zingst

Obwohl es für mich nicht das erste Mal war, Kranichen zu begegnen, war die Vorfreude bei mir ganz groß.

Wann werden die Kraniche einfliegen?

Obwohl es noch hell war, konnten wir schon ein paar wenige Kraniche auf der Insel Große Kirr sehen.

Bodden an der Ostsee

Aber der interessanteste Teil unserer Kranbeobachtungstour lag noch vor uns.

In der Zwischenzeit schaute ich mich um.

Auf der einen Seite entdeckte ich von weitem ein paar Fahrradfahrer an Land.

Und auf der anderen Seite viele (viele!) Höckerschwäne.

Ich hatte noch nie zuvor so viele Höckerschwäne an einem Ort gesehen. Schwarze Schwäne in Australien ja. Aber Höckerschwäne?

Nein, aber es war toll.

Hütte auf Fischland-Darß-Zingst
Höckerschwäne vor der Insel Große Kirr

Ein Boot in der Nähe fuhr an der MS River Star vorbei.

Boot in Zingst

Wahrscheinlich hätte ich das Boot übersehen, wenn die Kraniche schon am Einfliegen gewesen wären.

Ich konnte es kaum erwarten.

Und da.

Endlich.

Von weitem konnte ich schon ihre trompetenartigen Rufe hören.

Nach dem langen Tag auf Nahrungssuche auf den Feldern Mecklenburg-Vorpommerns, kehrten die Kraniche schließlich in ihre Schlafplätze auf der Insel Große Kirr zurück. Und wie es ganz typisch für diese Vögel ist, flogen sie in V-Formation.

Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst

Einfach nur wow!

Interessant: Die Grauen Kraniche fliegen in V-Formation um die Aerodynamik auszunutzen und Energie zu sparen. Die Vögel ganz vorne sind die kräftigsten Tiere mit den meisten Erfahrungen, da man an dieser Position besonders viel Energie benötigt.

Ich bereitete meine Kamera vor, um schöne Fotos von den eindrucksvollen Vögeln zu erhalten.

Allerdings war das gar nicht so einfach. Da die Vögel weit weg waren, benötigte man vor allem eines: ein gutes Teleobjektiv!

Die MS River Star fuhr schließlich in Richtung Meiningenbrücke, welche Fischland-Darß-Zingst mit dem Festland verbindet.

MS River Star fährt zur Meiningenbrücke

Immer mehr Kraniche flogen von allen Seiten aus ein.

Eine Gruppe Kraniche
Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst

Und die Sonne war am untergehen.

Kraniche im Flug

Man kann in der Nähe von Zingst übrigens die Kraniche sehr gut sowohl am Morgen als auch am Abend auf Fischland-Darß-Zingst beobachten und/oder hören.

Am Morgen verlassen sie die Insel Große Kirr, da sie den Tag über auf den Feldern Mecklenburg-Vorpommerns verbringen, um dort nach Nahrung zu suchen. Und am Abend fliegen sie wieder zurück in ihre Schlafplätze.

Auf diese Weise gehen sie ihren Feinden, wie beispielsweise dem Fuchs, aus dem Weg.

Kraniche in ihren Schlafplätzen

Aber warum fliegen so viele Kraniche im Herbst über Fischland-Darß-Zingst?

Da die Felder Mecklenburg-Vorpommerns ausreichend Nahrung für die Vögel bereitstellen, wird die Region von sehr vielen Kranichen im Herbst besucht. Auf den abgeernteten Getreidefeldern finden sie noch genügend Nahrung, um sich für dein Weiterflug in Richung Überwinterungsgebiete zu stärken. Außerdem haben die Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst geschützte Schlafplätze, so dass sie auf der Halbinsel perfekte Bedingungen vorfinden wo sie ihre Energiereserven wieder auffüllen können.

Graue Kraniche wandern zwei Mal im Jahr. Einmal im Frühling und einmal im Herbst. Allerdings ist die Herbstwanderung länger und größer als die im Frühling.

Die Kraniche brüten im Norden Europas wie beispielsweise in Schweden oder Finnland. Jedes Jahr im Herbst verlassen die Vögel ihre Brutgebiete und ziehen in ihre Überwinterungsgebiete, da sie im Winter wärmere Regionen wie Frankreich, Spanien oder sogar Afrika bevorzugen.

Interessant: Warum sind Kraniche auch als Vögel des Glücks bekannt? Der Name Vogel des Glücks kommt aus Schweden, da die Ankunft der Kraniche immer der Beginn des Frühlings, und damit auch der Eintritt von Wärme, Licht und Nahrung bedeutete.

Nichtsdestotrotz, dieses Naturspektakel zieht zahlreiche Vogelbeobachter und Naturenthusiasten wie mich an.

Ich kann es nicht in Worte fassen, wenn viele Graue Kraniche über einen fliegen.

Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst

In einem Moment waren sie so nah.

Kraniche über der MS River Star

Und der Sonnenuntergang an diesem Abend war wunderschön.

Sonnenuntergang auf Fischland-Darß-Zingst

Kraniche bei Sonnenuntergang beobachten ist einfach nur unbeschreiblich.

Das warme Licht der untergehenden Sonne schien auf die Vögel.

Kranichbeobachtung bei Sonnenuntergang

Vermutlich war es auch ein so beeindruckendes Erlebnis, weil diese Vögel so groß sind.

Mit einer Größe von etwa 1,30 Metern und einer Flügelspannweite von etwa 2,20 Metern, sind die Grauen Kraniche größer als der Weißstorch oder die Reiher.

Kraniche im Flug

Die Grauen Kraniche verdienen auf jeden Fall den Namen Vogel des Glücks. Da sie mich und bestimmt viele andere Naturbeobachter auch mit einem Gefühl des Glücks zurückließen.

Am Ende der Kranichfahrt wurde es immer kälter und die Sonne verabschiedete sich nun ganz.

Für mich und die anderen war es Zeit, sich von den Kranichen zu verabschieden.

Kraniche im Flug
Bodden auf Fischland-Darß-Zingst

Obwohl immer noch Kraniche einflogen, machte sich die MS River Star wieder auf Richtung Hafen.

Sonnenuntergang in Zingst

Kraniche beobachten von Land aus

Es gibt viele Orte auf Fischland-Darß-Zingst von wo aus man gut die Kraniche beobachten kann. Am Tag kann man die Kraniche auch auf den abgeernteten Feldern sehen. Man muss nur nach ihnen Ausschau halten.

Wichtig: Bitte störe die Kraniche nicht. Der Graue Kranich ist ein sehr scheuer Vogel und hat eine sehr große Fluchtdistanz. Nähert man sich den Kranichen, verlassen die Kraniche das Feld und suchen woanders einen Ort wo sie nach Nahrung suchen können. Da die Kraniche nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, um ihre Energiereserven aufzufüllen, ist es sehr wichtig, dass die Vögel nicht gestört werden.

Ein interessanter Ort für Kranichbeobachter auf Fischland-Darß-Zingst ist wohl Pramort im östlichen Teil der Halbinsel. Anscheinend sind dort die größten und bedeutendsten Schlafplätze der Grauen Kraniche in Mitteleuropa. Da wir dort nicht waren, kann ich hier leider nicht meine Erfahrungen teilen. Falls du aber planst, dort hinzureisen, denke daran, dass das Gebiet während des Kranichzugs im Herbst von 15 Uhr am Nachmittag bis um 8 Uhr am nächsten Tag von September bis November gesperrt ist. Wenn du den Ort besuchen möchtest, gibt es in der Sundischen Wiese einen Kontrollpunkt wo man ein Eintrittsticket für die Kranichbeobachtung in Pramort erhält. Es gibt aber anscheinend nur wenige Tickets. Mehr Informationen über diese Tickets erhält man im Kurhaus in Zingst oder auf der offiziellen Webseite des Nationalparks.

Ein anderer Ort von wo aus man auf Fischland-Darß-Zingst sehr gut die Kraniche beobachten kann ist in der Barther Straße in Zingst gegenüber der Tankstelle. Dort gibt es auch eine Beobachtungsplattform. Von dieser Plattform aus hat man eine schöne Aussicht auf die Insel Große Kirr.

Kranichbeobachtung an Land in Zingst

Allerdings ist diese Beobachtungsplattform bei den Kranichbeobachtern sehr beliebt, obwohl man vom Fußgängerweg aus auch eine tolle Aussicht auf die Insel Große Kirr erhält.

Bodden auf Fischland-Darß-Zingst
Bodden auf Fischland-Darß-Zingst

Wir waren nicht an der Meinigenbrücke (nur mit dem Schiff), aber anscheinend kann man auch von dort aus sehr gut die Kraniche beobachten.

Nichtsdestotrotz, wir hatten an den zwei Tagen, die wir die Kraniche beobachteten, die besten Bedingungen mit zwei perfekten Sonnenuntergängen.

Sonnenuntergang in Zingst

Im folgenden Abschnitt geht es dann noch mehr um die Tiere, die man sonst noch so auf Fischland-Darß-Zingst sehen kann.

Mehr Tiere auf Fischland-Darß-Zingst

Wir waren insgesamt drei Tage und zwei Nächte auf Fischland-Darß-Zingst. Das ist definitiv viel zu kurz, um alles was die Insel zu bieten hat zu sehen.

Zum Beispiel haben wir die Hirschbrunft verpasst, das heißt, das Röhren der männlichen Hirsche, die auf der Suche nach einer Hirschkuh sind.

Wir sahen auch keinen Seeadler.

Unser Fokus lag definitiv bei den Grauen Kranichen, daher sahen wir ehrlich gesagt nicht so viele andere Tiere.

Während unserer Schiffstour sahen wir allerdings noch ein paar andere Tiere. Und zwar vor allem Vögel.

Da Höckerschwäne (Cygnus olor) in den Boddengewässern die perfekten Lebensbedingungen finden, haben wir während der Schiffstour dementsprechend viele gesehen.

Höckerschwäne

Wir sahen außerdem noch die folgenden Vögel:

Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus)

Lachmöwe

Graureiher (Ardea cinerea)

Graureiher

Graugänse (Genus Anser)

Graugänse

Stockente (Anas platyrhynchos)

Stockenten

Kormoran (Phalacrocorax carbo)

Kormoran

Neben all den Tieren, gibt es auf Zingst natürlich noch einiges mehr zu sehen. Im folgenden Abschnitt stelle ich ein paar Ideen vor, was man sonst noch so auf Fischland-Darß-Zingst machen kann.

Interessante Plätze auf Fischland-Darß-Zingst

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist flach und daher ideal, um mit dem Fahrrad von einem Ort zum anderen zu gelangen. Es gibt außerdem zahlreiche Fahrradwege, die Zingst mit den anderen Orten der Halbinsel verbinden. Bei einer Fahrradtour erhält man außerdem auch schöne Aussichten auf die Landschaften.

Fahrradweg auf Fischland-Darß-Zingst
Landschaft auf Fischland-Darß-Zingst

Es gibt auf Fischland-Darß-Zingst viele Geschäfte, die Fahrräder vermieten (siehe Praktische Informationen). Es ist daher sehr einfach, das perfekte Fahrrad zu finden, um sich auf der Halbinsel fortzubewegen.

An einem Tag besuchten wir mit dem Fahrrad den Darßer Weststrand im Westen der Halbinsel. Der Darßer Weststrand liegt in der Nähe des Dorfes Ahrenshoop und ist mit dem Fahrrad sehr einfach zu erreichen. Wir fuhren zunächst von Zingst nach Prerow und folgten dann den Schildern in Richtung Weststrand.

Der Darßer Weststrand ist ein Sandstrand mit einer Länge von etwa 14 Kilometern.

Wald am Weststrand

Ich würde diese Küstenlandschaft als wild und mysteriös beschreiben, die durch ihre geografische Lage einem ständigen Wandel ausgesetzt ist.

Weststrand auf Fischland-Darß-Zingst

Manchmal hört man im Zusammenhang mit dem Darßer Weststrand auch das Wort „abgelegen“.

Ich würde das allerdings nicht.

Denn an dem Tag unseres Besuches trafen wir am Darßer Weststrand zahlreiche Besucher.

Es ist ein Ort zum Verweilen und Träumen, aber ich fühlte mich nicht an einem abgelegenen Ort.

Zumindest in der Nähe des NATUREUMs (ein Museum am Darßer Weststrand) und des Leuchtturms im Nordwesten der Halbinsel war der Strand sehr gut besucht. Weiter südlicher kann es eventuell einsamer am Strand werden.

Leuchtturm am Weststrand

Der Darßer Weststrand liegt neben dem Darßwald und ist daher nicht nur von unberührten Dünen, sondern auch von vielen Bäumen umgeben. Einige Bäume sind nach einem Sturm gestürzt.

Wald am Weststrand

Apropos Sturm.

Wenn ich Sturm höre, denke ich erst mal an ganz viel Wind.

Hast du schon mal von Windflüchtern gehört?

Wenn nein, am Darßer Weststrand kann man viele von ihnen sehen.

Windflüchter sind Bäume, welche durch starke Winde aus einer Richtung „geformt“ wurden.

Windflüchter auf Fischland-Darß-Zingst

Die Winde am Darßer Weststrand sind so stark, dass dadurch Bäume in die verrücktesten Richtungen gewachsen sind.

Diese Windflüchter sind sehr typisch für den Weststrand und zieht viele Besucher wie mich an.

Vielleicht gibt es ja deswegen so viele Besucher dort?

Windflüchter am Weststrand

Oder liegt es an dem Fernsehsehnder Arte, der den Darßer Weststrand zu den 10 schönsten Stränden auf der Erde gekürt hat?

Ich weiß es nicht.

Aber ich weiß, dass der Weststrand wirklich ein sehr schöner Ort auf Fischland-Darß-Zingst ist.

Ein anderer sehr beliebter Anziehungspunkt auf der Halbinsel in Zingst sind die Seebrücke und der Strand dort.

Seebrücke in Zingst

Daneben befindet sich das Kurhaus Zingst.

Kurhaus Zingst

Wir besuchten das Kurhaus Zingst nicht, aber dafür erkundeten wir die Strände in der Umgebung.

Kunst in Zingst
Boot am Strand in Zingst

Es war ein warmer und sonniger Sonntag im Oktober.

Wir trafen auch dort auf ein paar Strandbesucher.

Da es ein so schöner Tag war, konnte man sich auch gut in einen der vielen Strandkörbe setzen, um sich zu sonnen.

Strand auf Fischland-Darß-Zingst
Strand auf Fischland-Darß-Zingst

Es lohnt sich auch ein kleiner Spaziergang durch das Zentrum von Zingst in der Nähe der Seebrücke. Es ist ein sehr lebhafter Platz wo man auch viele typische reetgedeckte Häuser sehen kann.

Reetgedecktes Haus in Zingst

Oder wie wäre es mit einem warmen Sanddorntee oder Sanddornsaft?

Sanddorn
Sanddornsaft

Obwohl wir uns während unseres Ausfluges auf Fischland-Darß-Zingst auf die Kraniche konzentriert hatten, entdeckten wir auf der Halbinsel noch so viel Schönes. Wir genossen die drei schönen Tage mit den Kranichen und der wunderschönen Natur an der Ostsee.

Praktische Informationen

Anreise auf Fischland-Darß-Zingst

Wir reisten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Wir nahmen den Bus des Busunternehmens Flixbus von Berlin nach Zingst. Wir bezahlten 14,99 Euro für die Hinfahrt. Für das Rückfahrtticket bezahlten wir 29,99 Euro pro Ticket. Die Reise zwischen Berlin und Zingst dauerte etwa viereinhalb Stunden mit dem Flixbus.

Da es auf Fischland-Darß-Zingst so einfach war, sich mit dem Fahrrad fortzubewegen, würde ich definitiv wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Zingst reisen. Es gibt außerdem mehrere Bushaltestellen wo der Flixbus auf Fischland-Darß-Zingst hält. Und zwar in Ahrenshoop, Born auf dem Darß, Dierhagen, Prerow, Wieck auf dem Darß, Wustrow und in Zingst.

Falls du auch ein Fahrrad in Zingst mieten möchtest, dann kann ich sehr das Geschäft Fahrradverleih Shop 8 in der Straße Strandstraße 19, 18374 Zingst empfehlen. Wir bezahlten für die zwei Fahrräder zusammen 12 Euro für einen Tag (es waren aber etwas mehr als 24 Stunden).

Unterkunft in Zingst

Wir übernachteten in der DJH Jugendherberge in Zingst. Die Jugendherberge liegt in der Straße Glebbe 57, 18374 Zingst und ist daher nicht weit von der Flixbushaltestelle in der Jordanstraße 24, Max-Hünten-Weg, 18374 Zingst entfernt. Bitte überprüfe die aktuellen Preise der Jugendherberge auf ihrer offziellen Webseite.

Kranichbeobachtung mit dem Schiff in Zingst

Wir buchten eine Tour bei der Reederei Poschke. Zwischen September und November bietet die Reederei Kranichfahrten zur Insel Große Kirr an. Wir bezahlten 15 Euro für ein Ticket mit der MS River Star. Die Kranichfahrt dauerte etwa 3 Stunden. Das Unternehmen bietet verschiedene Touren zwischen März und November an. Bitte überprüfe auf ihrer Webseite die aktuellen Informationen zu den Touren, Peisen und den Zeitplänen.

Mehr Informationen über Fischland-Darß-Zingst und Kraniche

Mehr Informationen über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst:

Offizielle Webseite des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft
Offizielle Webseite vom Ostseeheilbad Zingst
Offizielle Webseite des NATUREUMs
Offizielle Webseite von Fischland-Darß-Zingst

Mehr Blog-Artikel über Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst:

Silvertravellers
Nordziele

Warst du schon mal auf Fischland-Darß-Zingst? Oder hast du andere Orte an der Ostsee besucht wo du Kraniche beobachten konntest? Lass es mich doch in den Kommentaren wissen.

Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst
Kraniche auf Fischland-Darß-Zingst

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