Das Ozeaneum von Lissabon – Oceanário de Lisboa

Im Oktober letzten Jahres habe ich das Ozeaneum von Lissabon besucht und es an einem regnerischen Tag erkundet. Trotz des lebhaften Besucherandrangs konnte ich viele beeindruckende Meerestiere aus nächster Nähe beobachten und die Vielfalt der Unterwasserwelt genießen. In diesem Blogbeitrag teile ich meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse aus dem Oceanário de Lisboa.

Der Himmel hing schwer über mir, und schon beim Aufstehen war klar: Das wird kein sonniger Tag. Dabei hatte ich mir genau diesen Tag anders vorgestellt. Geplant war ein Ausflug zum Sado-Fluss, um Vögel zu beobachten, und erst am nächsten Vormittag – kurz vor meiner Abreise – ein Besuch im Ozeaneum von Lissabon. Schließlich liegt das Ozeaneum von Lissabon im Stadtviertel Parque das Nações, ganz in der Nähe des Flughafens.

Doch der Regen durchkreuzte meine Pläne. Statt eines Tages am Fluss blieb mir nun ein ganzer Tag für das Ozeaneum von Lissabon – nicht nur ein halber.

Aber ist ein ganzer Tag für das Ozeaneum überhaupt notwendig?

Ozeaneum von Lissabon

Schon früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zum Ozeaneum von Lissabon. Mein Plan war, pünktlich zur Öffnungszeit dort zu sein. Da ich jedoch etwas zu früh dran war, nutzte ich die Zeit für einen Abstecher in den benachbarten Park Jardim do Cabeço das Rolas – schließlich soll es dort Wiedehopfe geben.

Am Ende erreichte ich das Ozeaneum ein paar Minuten nach der Öffnung und war überrascht, wie viele Menschen bereits anstanden. Kurz kam bei mir Sorge auf, denn ich hatte kein Ticket im Voraus reserviert. Doch völlig unbegründet: Ich kam problemlos hinein und musste nicht einmal lange warten – weniger als eine halbe Stunde.

Ozeaneum von Lissabon

Information: Falls du dich für Vögel interessierst: Am Tag zuvor habe ich einen ganzen Tag lang Vögel in der zum Stadtgebiet von Lissabon gehörenden Tagus-Mündung beobachtet. Den ausführlichen Bericht dazu findest du in einem separaten Blogbeitrag.

Schon im Vorfeld hatte ich das Gefühl, dass das Ozeaneum von Lissabon sehr voll sein würde – und genau so kam es auch. Einerseits war der Besuch dadurch recht anstrengend, andererseits freute es mich zu sehen, wie groß das Interesse an der Meereswelt ist. Besonders hoffte ich, dass einige der Kinder das Aquarium so erleben, dass ihre Neugier auf die Unterwasserwelt auch über diesen Besuch hinaus bestehen bleibt. Tatsächlich waren viele Familien mit Kindern im Ozeaneum von Lissabon unterwegs.

Der Rundgang begann mit einer Einführung in das Schaffen von Takashi Amano.

Ozeaneum von Lissabon

Takashi Amano war ein japanischer Fotograf und Designer. Als leidenschaftlicher Aquarianer – also jemand, der sich intensiv mit Aquarien beschäftigt, sie pflegt und gestaltet – spezialisierte er sich auf die Fotografie und das Design von Aquarienlandschaften.

Zum Zeitpunkt meines Besuchs zeigte das Ozeaneum von Lissabon die temporäre Ausstellung „Forests Underwater by Takashi Amano“. Amano war vor allem für seine sogenannten Naturaquarien bekannt, bei denen natürliche Landschaften unter Wasser nachgebildet werden. Im Ozeaneum lag der thematische Schwerpunkt dabei auf tropischen Wäldern.

Fische

Ich ließ mir Zeit und betrachtete das Aquarium in Ruhe. Sanfte Musik erfüllte den Raum, während ich versuchte, mich ganz auf die Unterwasserwelt einzulassen und das laute Stimmengewirr der vielen anderen Besucher:innen in meinem Kopf auszublenden.

Bei der Gestaltung seiner Aquarien griff Takashi Amano auf Elemente der japanischen Gartenkunst zurück und verband sie mit dem Konzept des Wabi-Sabi. Da ich mich mit diesen gestalterischen und philosophischen Grundlagen nicht näher auskenne, halte ich mich mit weiteren Interpretationen bewusst zurück.

Der Raum war in ein dunkles Grün getaucht. Die insgesamt gedämpfte Lichtstimmung empfand ich als sehr angenehm und fast beruhigend.

Mein Blick wanderte durch das Aquarium, auf der Suche nach den Fischen. Mehrere von ihnen trugen auffällig rote Schuppen – ob das wohl eine bewusste gestalterische Entscheidung war? Rot und Grün als Kontrast. Zu sehen waren unter anderem vermutlich ein Skalar oder Segelflosser, ein südasiatischer Karpfenfisch, ein australischer Süßwasserhering, ein Bärbling sowie noch eine weitere Fischart.

Ozeaneum in Lissabon
Ozeaneum in Lissabon
Ozeaneum in Lissabon
Ozeaneum in Lissabon

Frage: Kennst du dich mit Fischen aus? Dann freue ich mich sehr über einen Kommentar und bei der Hilfe bei der Bestimmung. Dein Wissen kann auch anderen interessierten Leser:innen weiterhelfen. Vielen Dank!

Ich machte mich schließlich auf den Weg zum großen Aquarium. Laut Angaben des Ozeaneums Lissabon enthält es 5 Millionen Liter Meerwasser. Das Herzstück bildet ein Hauptbecken, das von vier Meereslebensräumen umgeben ist. Besucher:innen sollen dabei den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein einziges, zusammenhängendes Aquarium – quasi einen ganzen Ozean – handelt.

Die Ausstellung zeigt sowohl terrestrische als auch marine Ökosysteme und deckt verschiedene Klimazonen ab: gemäßigte, tropische und kalte Ozeane.

Im nächsten Abschnitt erzähle ich, welche Fische, Vögel, Wirbellose und Säugetiere ich im Aquarium entdecken konnte.

Ozeaneum in Lissabon

Information: Falls du Lust hast, noch ein weiteres Aquarium zu entdecken: In einem meiner früheren Beiträge habe ich über das Aquarium in Monaco geschrieben. Auch das Ozeaneum in Stralsund, im Norden Deutschlands, könnte für den ein oder anderen von Interesse sein.

Das Aquarium

Fische

Am großen Hauptaquarium angekommen, ließ ich meinen Blick über die Fische schweifen. Es war sehr voll, wie schon erwähnt, und oft war es gar nicht so einfach, einen Platz zu finden, von dem aus man die Fische in Ruhe beobachten konnte. Vor allem für kleinere Besucher:innen kann es schnell passieren, dass der Blick auf das Becken versperrt ist. Man sollte also genügend Zeit einplanen und Geduld mitbringen. An diesem Tag war es aufgrund der vielen Menschen kaum möglich, von einer Stelle zur nächsten zu wechseln, ohne warten zu müssen. Vielleicht lag es am Regenwetter – oder ist das Ozeaneum von Lissabon immer so gut besucht?

Trotz allem war es äußerst spannend. Besonders ins Auge fielen mir natürlich die Haie. Im Aquarium gab es Sandbankhaie, Sandtigerhaie, Schwarzspitzen-Riffhaie und Weißspitzen-Riffhaie – beeindruckende Exemplare, die sofort Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Hai im Aquarium

Information: Im Great Barrier Reef hatte ich bereits die Gelegenheit zum Schnorcheln. Dabei begegnete ich nicht nur Meeresschildkröten, sondern auch Riffhaien. Den ausführlichen Bericht dazu findest du in einem meiner früheren Blogbeiträge – schau gern vorbei.

Aufgrund der Lichtverhältnisse und der Geschwindigkeit, mit der sich die Haie bewegten, konnte ich sie natürlich nicht gut fotografieren.

Ein Fisch, der mich besonders begeisterte und regelrecht in seinen Bann zog, war der Mondfisch. Er gehört zu den schwersten Knochenfischen und kann über 2 Tonnen wiegen! Zum Vergleich: Ein Blauwal bringt zwischen 100 und 150 Tonnen auf die Waage – in Ausnahmefällen sogar bis zu 200 Tonnen. Solche Zahlen sind für mich kaum vorstellbar. Auch wenn der Mondfisch im Vergleich zum Blauwal wie ein Fliegengewicht wirkt, bewunderte ich ihn dennoch zutiefst.

Mondfisch im Aquarium

Information: Im Mittelmeer hatte ich bereits die Gelegenheit, Mondfische zu beobachten. Zum einen an der Ostküste Spaniens, als ich auf Finnwalsuche war, und zum anderen in der Straße von Gibraltar während einer Wal- und Delfinbeobachtungsausfahrt bei Tarifa.

Unter den Rochen gab es laut Angaben des Ozeaneums Gestreifte Adlerrochen, Blaupunktrochen, Australische Geigenrochen, Runde Stachelschwanzrochen und kleine Teufelsrochen. Rochen erkennt man an ihrer typischen, abgeflachten Körperform. Sie gehören wie die Haie zu den Knorpelfischen, im Gegensatz zu den Mondfischen, die Knochenfische sind. Im Unterschied zu den Mondfischen haben Haie und Rochen kein Knochenskelett, sondern ein flexibles Knorpelskelett – und eine Schwimmblase besitzen sie auch nicht, was sie trotzdem zu erstaunlich wendigen Schwimmern macht.

Besonders auffällig sind ihre großen Brustflossen, die mit dem Kopf verwachsen sind und ihnen ihre unverwechselbare, elegante Form verleihen.

Rochen im Aquarium
Rochen im Aquarium

Neben Haien, Rochen und Mondfischen gab es noch zahlreiche weitere Fische zu entdecken. Besonders ins Auge fiel mir der Schwarzflecken-Kugelfisch, der mir sofort vertraut vorkam – genau den hatte ich schon im Aquarium in Monaco gesehen. Er gehört zu den häufigeren Kugelfischen in den Korallenriffen des Indopazifiks und scheint auch in Aquarien besonders beliebt zu sein.

Ozeaneum von Lissabon

Besonders beliebt in Aquarien sind natürlich auch die Clownfische. Im Ozeaneum von Lissabon schwamm mir ein sogenannter „Falscher Clownfisch“ vor die Augen. Warum er so heißt? Wohl weil er dem Echten Clownfisch zum Verwechseln ähnlichsieht. Warum genau „falsch“ in seinem Namen steckt, habe ich ehrlich gesagt nicht ganz verstanden. Vielleicht wurde der Echte Clownfisch zuerst entdeckt, und der Falsche Clownfisch zunächst für denselben gehalten – bis man später feststellte, dass es zwei verschiedene Arten sind.

Ozeaneum von Lissabon

Natürlich dürfen dort, wo es Clownfische gibt, auch die Doktorfische nicht fehlen. Im Ozeaneum von Lissabon schwamm mir ein Weißkehl-Doktorfisch vor die Augen. Wie die Clownfische kommen auch sie ursprünglich im Indopazifik vor.

Ozeaneum von Lissabon

Besonders spannend sah auch der Australische Tannenzapfenfisch aus, auch bekannt als Ananasfisch. Tatsächlich erinnert seine stachelige, rötlich-gelbe Form ein wenig an eine Ananas – doch das ist längst nicht alles, was ihn interessant macht. In der Nacht kann er über spezielle Leuchtorgane mit Bakterien ein blaugrünes Licht erzeugen, das er bei der nächtlichen Jagd einsetzt. Ein durch und durch faszinierender Fisch!

Ozeaneum von Lissabon

Spannend fand ich auch Tiere, die auf den ersten Blick gar nicht wie klassische Fische wirken – etwa den Seedrachen (linkes Foto) und den Großen Fetzenfisch (rechtes Foto). Durch ihr außergewöhnliches Aussehen sind sie in algenreichen Lebensräumen perfekt getarnt. Sowohl der Seedrache als auch der Große Fetzenfisch gehören zur Familie der Seenadeln. Es handelt sich dabei um Knochenfische, zu denen auch die Seepferdchen zählen.

Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon

Ein eher langsamer Fisch im Aquarium war der Doppel-Rückenflosser. Er ist endemisch an der Küste Südaustraliens, kommt also ausschließlich dort vor – abgesehen von Aquarien. Im Englischen ist er auch unter dem Namen „Old Wife“ bekannt. Der Spitzname soll daher rühren, dass der Fisch Geräusche erzeugen kann, die an Schimpfen oder Nörgeln einer alten Frau erinnern. Sollte das tatsächlich zutreffen, finde ich diese Bezeichnung wenig passend. Ein so schöner Fisch hätte aus meiner Sicht einen schöneren Namen verdient.

Ozeaneum von Lissabon

Natürlich gab es noch zahlreiche weitere Fische zu entdecken. Dazu gehörte unter anderem der Langnasen-Nasendoktorfisch, der weiter oben in der Bildmitte zu sehen ist und dank seiner auffällig langen Nase leicht zu erkennen ist.

Daneben gab es noch Pazifische Seewölfe, Garibaldifische, Netzmuränen, schwarzgoldene Pilotmakrelen, Gefleckte Seeratten und viele weitere Arten. Diese Auswahl soll nur einen kleinen Eindruck von der Vielfalt der Fische im Ozeaneum von Lissabon vermitteln.

Wirbellose

Zu den wirbellosen Bewohnern des Ozeaneums Lissabon zählen natürlich auch die Korallen. Dabei handelt es sich um sessile, koloniebildende Nesseltiere, die vor allem in tropischen Gewässern vorkommen. Korallen leben in Symbiose mit einzelligen Algen: Während die Koralle den Algen Schutz und Nährstoffe bietet, liefern diese durch Fotosynthese die Energie, die die Koralle zum Leben und zum Aufbau ihres Kalkskeletts benötigt.

Besonders faszinierend waren die fluoreszierenden Korallen. Ihre leuchtenden Pigmente sollen die Korallen vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützen und verleihen ihnen zugleich ein beinahe magisches Aussehen.

Wirbellose Tiere im Aquarium

Neben den Korallen gab es im Ozeaneum auch Anemonen, Seesterne, Tintenfische und Quallen zu entdecken. Das hier ist nur ein winzigkleiner fotografischer Eindruck aus der faszinierenden Welt der Wirbellosen in den Ozeanen – eine Vielfalt, die Bewunderung und Staunen hervorruft. Ihre Formen, Farben und Bewegungen zeigen, wie reich und überraschend das Leben unter Wasser sein kann.

Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon

Vögel

Zwar hatte ich an dem regenreichen Tag draußen kein großes Glück beim Vogelbeobachten, dafür konnte ich im Ozeaneum von Lissabon typisch am Meer lebende Vögel sehen. Doch ehrlich gesagt blieb ich nicht lange bei ihnen – es war einfach zu voll. Besucher:innen drängten sich vor den Meeresvögeln, es war kaum möglich, einen Blick in Ruhe zu werfen. Also zog ich weiter, um wieder etwas Platz zum Atmen zu haben.

Die Menschenmassen vor den Vögeln kann ich jedoch gut verstehen: Es handelte sich um wirklich schöne Tiere, die ich allerdings schon in der freien Natur beobachtet habe. Dazu gehörte unter anderem der Papageitaucher.

Vögel im Ozeanium von Lissabon

Allerdings hatten die Papageitaucher nicht ihren für die Brutsaison typischen, kräftig gefärbten Schnabel, und auch ihr Gefieder wirkte etwas verschmutzt. So kennt man diese Vögel in freier Natur kaum, denn im Winter verbringen sie ihr Leben als Einzelgänger auf dem offenen Meer und sind nur schwer zu beobachten. Deshalb bekommt man sie in dieser eher unscheinbaren Erscheinung nur selten zu sehen. Erst mit Beginn der Brutsaison kehren sie an Land zurück und zeigen wieder ihr auffälliges, buntes Aussehen.

Papageitaucher
Papageitaucher

Neben den Papageitauchern gab es im Ozeaneum von Lissabon auch einige Trottellummen zu bewundern. Während ich die Papageitaucher nur auf Island beobachten konnte, sind mir die Trottellummen sowohl auf Helgoland als auch auf Island begegnet. Sowohl Papageitaucher als auch Trottellummen gehören zur Familie der Alkenvögel, zu der auch Tordalke und Gryllteisten zählen – Arten, die ebenfalls auf Helgoland und Island vorkommen.

Doch auch bei den Trottellummen blieb ich nicht lange, da es einfach zu eng war.

Trottellummen

Im Ozeaneum von Lissabon gab es noch einen weiteren Meeresvogel zu sehen: den Magellanpinguin. Ursprünglich kommt er aus Südamerika, und leider hatte ich ihn bisher noch nicht in freier Wildbahn beobachten können – anders als den Afrikanischen Pinguin. Sowohl der Magellan- als auch der Afrikanische Pinguin gehören zur Familie der Brillenpinguine, sind also eng verwandt und sehen sich recht ähnlich. Zu dieser Familie zählen außerdem noch der Humboldt-Pinguin und der Galápagos-Pinguin.

Bei den Magellanpinguinen war der Besucherstrom deutlich entspannter, sodass man sie in Ruhe beobachten konnte.

Ozeaneum von Lissabon
Papageitaucher

Säugetiere

Im Ozeaneum von Lissabon gibt es unter den Säugetieren nur eines zu sehen – die Seeotter. Glücklicherweise war bei ihnen wenig los, sodass man die Tiere in Ruhe beobachten konnte. Ich sah einem Otter dabei zu, wie er gelassen seine Bahnen zog, völlig unbeeindruckt von den neugierigen Blicken der Besucher:innen.

Seeotter im Ozeaneum von Lissabon

Seeotter leben eigentlich an den Küsten des Nordpazifiks. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens im Meer, oft in dichten Kelpwäldern, wo sie ihre Lieblingsspeise, die Seeigel, finden. Diese Seeigel ernähren sich vom Kelp – und ohne Seeotter würden sie die Wälder überweiden. Seeotter sind also echte Schlüsselarten, die das Gleichgewicht ihres Lebensraums sichern.

Besonders faszinierend ist ihr Fell: Anders als andere Meeressäuger haben sie keine Fettschicht, sondern ein extrem dichtes Fell – angeblich das dichteste aller Tiere, das sie zuverlässig vor Kälte schützt. Und als ob das nicht genug wäre, nutzen sie sogar Werkzeuge wie Steine, um die harten Schalen ihrer Beute zu knacken.

Die beiden Seeotter im Ozeaneum von Lissabon haben eine bewegende Geschichte: Sie wurden als wenige Wochen alte Jungtiere schwach an der Küste Alaskas gefunden und aufgepäppelt. Ohne menschliche Hilfe hätten sie in der Natur kaum überlebt, da ihnen das notwendige Verhalten zum Überleben fehlte. Jetzt kann man sie hier beobachten – lebendig, neugierig und unglaublich beeindruckend.

Seeotter im Ozeaneum von Lissabon

Information: Auch wenn ich selbst noch keine Seeotter in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten konnte, durfte ich bereits andere faszinierende Meeressäugetiere erleben: Kegelrobben und Seehunde auf Helgoland und in der Wismarer Bucht, sowie weitere Robbenarten in Südafrika und Australien. Aber auch Wale und Delfine habe ich bereits mehrmals weltweit erleben dürfen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau dich gern auf meinem Blog um.

Lissabon

Braucht man für das Ozeaneum einen ganzen Tag?

Darauf kann ich keine eindeutige Antwort geben. Ich selbst war nur einen halben Tag dort, weil es mir irgendwann einfach zu viel wurde: so viele Menschen, enge Gänge und teilweise schwieriges Vorankommen. Es war wirklich viel los, und man verbringt einen großen Teil der Zeit damit zu warten, um überhaupt weiterzukommen. Ein klares „Ja“ oder „Nein“ kann ich daher nicht geben.

Trotzdem denke ich, dass sich ein Besuch im Ozeaneum von Lissabon lohnt (wenn man sich dafür interessiert) – neben einer Erkundung der Stadt selbst. Ich werde hier keine klassische Liste von Sehenswürdigkeiten aufstellen, dafür gibt es bereits viele andere Blogs. Einige fotografische Eindrücke aus der Stadt möchte ich aber dennoch zeigen.

Lissabon
Lissabon
Lissabon
Lissabon
Lissabon
Lissabon

Frage: Gehst du gern in Aquarien oder ist das eher nichts für dich? Findest du es spannend, die Unterwasserwelt durch Glas so nah zu erleben, auch wenn es dort manchmal ganz schön lebhaft zugeht? Wie stehst du dazu? Schreib es gern in die Kommentare!

Mehr Informationen

Offizielle Webseite vom Ozeaneum von Lissabon (Oceanário de Lisboa)

Andere Blog-Artikel:

Das Ozeanographische Museum in Monaco

Das Ozeaneum in Stralsund

Aquarium mit einer Edelkoralle in Alghero

Kennst du das Ozeaneum von Lissabon? Oder kennst du ein anderes Aquarium? Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte von deinen Erlebnissen. 

Ozeaneum von Lissabon
Ozeaneum von Lissabon

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