Vögel am Kerkini-See in Griechenland – Die schönsten Vogelarten

Vögel am Kerkini-See zu beobachten war der Hauptgrund für meine Reise im Februar nach Nordgriechenland. Eigentlich wollte ich vor allem die Pelikane sehen, doch trotz wechselhaftem Wetter entdeckte ich viele weitere faszinierende Vogelarten. In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Vögel ich am Kerkini-See beobachten konnte und teile meine persönlichen Eindrücke.

Warme Temperaturen. Vogelkonzerte im Morgengrauen. Und eine Natur, die nach einem langen Winter endlich wieder in leuchtenden Farben erwacht. Der Frühling gilt als eine der schönsten Zeiten, um Vögel zu beobachten.

Doch es gibt Orte, die auch im Winter ihren ganz eigenen Reiz haben – wie der Kerkini-See in Griechenland.

Der Grund? Die Pelikane.

Der See liegt im Norden des Landes, unweit der bulgarischen Grenze, eingebettet in eine weite, stille Landschaft. Die nächstgrößere Stadt ist Thessaloniki – und genau dort begann auch meine Reise.

Von dort aus machte ich mich auf den Weg zum Kerkini-See. Ein Ort, der selbst im Februar alles andere als grau ist.

Kerkini-See in Griechenland

Im Winter lassen sich am Kerkini-See zwei Pelikanarten beobachten: der Rosapelikan und der Krauskopfpelikan.

Während ich vom Rosapelikan (in der Mitte) nur wenige Exemplare aus der Ferne zu Gesicht bekam, wimmelte es förmlich von Krauskopfpelikanen.

Rosapelikan am Kerkini-See

Da ich den Pelikanen bereits einen ausführlichen Beitrag gewidmet habe, halte ich mich hier bewusst kurz.

Was ich jedoch sagen kann: Ich hatte wunderbare Gelegenheiten, die Krauskopfpelikane vom Boot aus zu fotografieren – und ihnen dabei erstaunlich nah zu kommen. Wo die Bootstouren am Kerkini-See starten, wie ich sie gebucht habe und welche Anbieter es gibt, habe ich in einem früheren Blogbeitrag ausführlich beschrieben.

An dieser Stelle möchte ich lediglich einige fotografische Eindrücke teilen, bevor ich den Blick auf die anderen Vögel am Kerkini-See richte. Denn es gibt weit mehr zu entdecken als nur Pelikane.

Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland
Krauskopfpelikane in Griechenland

Information: Wenn du mehr über die Pelikane am Kerkini-See erfahren möchtest, wirf gerne einen Blick in meinen früheren Blogbeitrag. Dort berichte ich ausführlich über meine Beobachtungen und weiteren Eindrücke von diesem besonderen Ort.

Vögel am Kerkini-See

Schon früh am Morgen meines ersten Tages am Kerkini-See brach ich auf, um Pelikane zu suchen. Meine Unterkunft lag in Livadia, einem kleinen Ort unweit des Sees. Von dort führte mich mein Weg zunächst zum Pelikan-Aussichtsturm bei Mandraki.

Der Morgen war neblig und grau. Die Sonne schaffte es nicht, mit ihren ersten Strahlen durch die dichte Wolkendecke zu dringen – auch im Laufe des Tages blieb sie hinter dem grauen Schleier meist verborgen. Dennoch ließ ich mich nicht entmutigen und hielt Ausschau nach den ersehnten Vögeln.

Am Aussichtsturm jedoch zeigte sich kein einziger Pelikan, nicht einmal in der Ferne. Stattdessen begrüßten mich die ersten Zwergscharben – ein kleiner, unerwarteter Trost an diesem stillen Morgen.

Vögel am Kerkini-See

Auch einige Blässhühner ließen sich beobachten, während eine Rohrweihe lautlos über das Schilf strich. Unweit des Ufers schwammen ein paar Stockenten. Doch kaum bemerkten sie meine Anwesenheit, suchten sie das Weite. Das überraschte mich. Aus Berlin kannte ich Stockenten mit deutlich geringerer Fluchtdistanz – dort zeigen sie sich Menschen gegenüber ausgesprochen gelassen. Am Kerkini-See hingegen musste ich mich besonders vorsichtig bewegen, um sie nicht sofort aufzuschrecken.

Stockente in Griechenland

Leider zeigte sich der Kerkini-See gleich an meinem ersten Tag nicht nur von seiner schönsten Seite. Zwischen dem Schilf und auf dem Wasser trieb Plastikmüll – eine Flasche schwamm ausgerechnet in unmittelbarer Nähe einer Stockente. Ein trauriger Anblick in dieser sonst so stillen Landschaft.

In der Ferne jedoch bot sich mir ein schönerer Moment: Zwei Graugänse setzten fast synchron zur Landung auf dem Wasser an. Es war beeindruckend, ihre Eleganz und ihr harmonisches Zusammenspiel zu beobachten. Doch auch sie schienen mich bemerkt zu haben – kaum hatten sie aufgesetzt, wirkten sie wachsam und aufmerksam.

Graugänse in Griechenland

Über mir zog erneut eine Rohrweihe ihre Kreise. Ob es dieselbe war wie zuvor oder doch eine zweite, die ebenfalls über dem Schilf jagte, ließ sich nicht sagen. Nie sah ich zwei von ihnen gleichzeitig am Himmel – und so blieb es ein kleines Rätsel.

Ansonsten ließ ich meinen Blick immer wieder in die Ferne schweifen. Vielleicht hielten sich dort, jenseits des grauen Schleiers, doch noch die ersehnten Pelikane verborgen?

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Am Kerkini-See gibt es übrigens auch Flamingos – genauer gesagt Rosaflamingos. Doch was sie betraf, hatte ich kein Glück. Auch Löffler zeigten sich nicht. In der Ferne meinte ich zwar, einige erkannt zu haben, sicher war ich mir jedoch nicht.

Immerhin konnte ich an meinem ersten Beobachtungsplatz bei Mandraki einen Silberreiher gut beobachten. Ruhig und elegant stand er im Wasser und setzte einen hellen Akzent in der grauen Morgenlandschaft.

Vögel am Kerkini-See

Information: Wenn du Rosaflamingos beobachten möchtest: Im Doñana in Andalusien habe ich einige gesehen. Auch in der Umgebung von Lissabon lassen sich diese anmutigen Vögel beobachten. In meinen früheren Blogbeiträgen findest du weitere Infos dazu.

Schließlich beschloss ich, weiter nach Kerkini zu fahren. Vielleicht würden sich dort Pelikane zeigen. Ein wenig verwundert war ich schon, dass ausgerechnet am Pelikan-Aussichtsturm kein einziger zu sehen gewesen war. Später erfuhr ich jedoch, dass sich die Pelikane nach dem Winter, wenn allmählich die Paarungszeit beginnt, eher in die nördlicheren Bereiche zurückziehen. Vielleicht lassen sie sich erst im Frühjahr wieder regelmäßig am Aussichtsturm beobachten – Anfang Februar jedenfalls, als ich dort war, blieben sie unsichtbar.

Auf dem Rückweg zu meinem Auto begegnete mir noch ein Graureiher, und immer wieder sah ich Elstern. Sie schienen allgegenwärtig zu sein. Rund um den Kerkini-See hielten sich viele von ihnen in den Dörfern auf und belebten mit ihrem Rufen die sonst ruhige Umgebung.

Vögel am Kerkini-See

In Kerkini steuerte ich den kleinen Hafen an. Von hier aus starten angeblich viele Bootstouren hinaus zu den Pelikanen. Doch an diesem Morgen wirkte alles still und verlassen. Nur ein paar Bauarbeiter waren beschäftigt, ansonsten war niemand zu sehen.

Dann endlich: mein erster Pelikan. Ein Krauskopfpelikan. Für einen kurzen Moment schwamm er deutlich vor mir – und ebenso schnell verschwand er wieder, kaum dass er mich bemerkt hatte.

Nicht weit entfernt saß eine Tafelente auf dem Wasser und blickte aufmerksam in meine Richtung, als würde sie das Geschehen still beobachten.

Vögel am Kerkini-See

Unweit des Ufers saß eine Zwergscharbe auf einem einzelnen Pfahl. Ich war überzeugt, ausreichend Abstand zu halten, bewegte mich nur hinter der niedrigen Steinmauer entlang. Doch offenbar reichte schon diese kleine Bewegung: Die Zwergscharbe bemerkte mich beinahe sofort und flog davon.

In diesem Moment tat es mir sehr leid. Genau das hatte ich vermeiden wollen – ihre Ruhe zu stören.

Eine weitere Zwergscharbe saß deutlich weiter draußen auf dem Wasser. Sie blieb ruhig an ihrem Platz, unbeirrt von meiner Anwesenheit, als hätte sie beschlossen, mir gelassen zu vertrauen.

Zwergscharbe am Kerkini-See
Zwergscharbe am Kerkini-See

Ich setzte meinen Weg entlang der Steinmauer fort und entdeckte eine Felsentaube, die still dasaß.

Behutsam machte ich einen großen Bogen um sie, um ihre Ruhe nicht zu stören. Schreckhaft wirkte sie dabei nicht – ich konnte in aller Ruhe über den See blicken, ohne dass sie sich davon beeindrucken ließ.

Vögel am Kerkini-See

Plötzlich blitzte etwas Blaues vor mir auf. Ein Eisvogel! So nah hatte ich ihn noch nie gesehen – und noch nie konnte ich ihn so fotografieren. Vorsichtig hielt ich den Atem an, damit ich ihn nicht vor lauter Aufregung verscheuche.

Eisvögel am Kerkini-See

Doch irgendwann bemerkte er mich und flog auf die andere Seite des Hafens. Kurz konnte ich ihn noch in einem Gebüsch sitzen sehen, bevor er entweder davonflog oder sich in ein Versteck zurückzog – so schnell, dass ich es kaum mitbekam. Einen Moment nicht hingeschaut, und schon war er verschwunden. Verrückt, wie flink er war!

Trotzdem ließ ich mich nicht ablenken und hielt Ausschau nach weiteren Vögeln. Auf einem Baum entdeckte ich einen Stieglitz.

Stieglitze am Kerkini-See

Außerdem entdeckte ich einen Haubentaucher, der elegant durchs Wasser glitt, und ein paar Lachmöwen, die auf den Pfählen thronten. Nicht weit entfernt ließ sich auch eine Zwergscharbe blicken.

Ansonsten war es ruhig und ich entdeckte keine weiteren Vögel am Kerkini-See.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Da ich unbedingt Pelikane sehen wollte, beschloss ich, den Hafen von Kerkini hinter mir zu lassen und weiter Richtung Süden nach Lithotopos zu fahren. Zum Glück hatte ich ein Auto – ohne eines ist es nämlich äußerst schwierig, von einem Ort zum nächsten zu gelangen.

Kurz vor Lithotopos fiel mir ein kleines Fischerhäuschen ins Auge. Ich hielt an, in der Hoffnung, vielleicht ein paar Pelikane zu entdecken – und tatsächlich, genau das tat ich.

Pelikane in Griechenland

Wie auf dem Foto zu sehen ist, schwammen auch hier Plastikflaschen im Wasser. In der Nähe des Fischerhäuschens hielten sich einige Pelikane auf – und es war leicht zu erkennen, warum: Sie hofften auf den einen oder anderen kleinen Fischhappen. Ob ihnen das gelang, konnte ich nicht beobachten – vielleicht ab und zu, aber während meiner Anwesenheit eher nicht.

Trotzdem gab es neben den vielen Pelikanen noch weitere interessante Vögel am Kerkini-See zu sehen, darunter ein Graureiher.

Graureiher in Griechenland

Die Pelikane schienen den Fischerbooten zu folgen, und an diesem Punkt ließ man sie noch in Ruhe. Später, näher an Lithotopos, konnte ich beobachten, wie die Fischer versuchten, die Pelikane von den Booten fernzuhalten.

Fischerboot auf dem Kerkini-See

Aber die Wasservögel untereinander schienen sich gegenseitig nicht zu stören. Es war interessant zu beobachten wie die Kormorane an den großen Pelikanen vorbeischwammen.

Pelikane und Kormorane
Kormorane in Griechenland
Pelikane und Kormorane

Auch an Plastikflaschen mussten die Kormorane vorbeiziehen. Dabei möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass der Kerkini-See zugemüllt ist – ganz im Gegenteil, es ist ein wunderschöner Ort. Dennoch wäre es ignorant von mir, das Thema Plastik völlig unerwähnt zu lassen. Leider ist das Problem nicht nur hier zu beobachten; Plastik finden wir mittlerweile fast überall. Mir ist nur an diesem Tag besonders aufgefallen, dass einige größere Flaschen direkt neben den Wasservögeln im Wasser trieben.

Kormorane am Kerkini-See

Neben dem kleinen Fischerhäuschen entdeckte ich vor allem viele Lachmöwen. Da ich diese Vögel mittlerweile schon so oft gesehen hatte, richtete ich meinen Fokus auf die Arten, die mir bisher noch weniger vertraut waren. Die vielen Blässhühner nahm ich nur am Rande wahr – auch sie sind faszinierende Vögel.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Ganz besondere Aufmerksamkeit zogen jedoch die Schwarzhalstaucher auf sich. Wow! Was für wunderschöne Vögel, besonders mit ihren leuchtend roten Augen.

Schwarzhalstaucher am Kerkini-See

Irgendwann beschloss ich, entlang der Büsche zu laufen, um eine weitere Vogelgruppe aus der Nähe zu beobachten. Dort waren neben zahlreichen Kormoranen und Blässhühnern auch Pelikane zu sehen – Krauskopfpelikane und sogar Rosapelikane.

Übrigens war das das erste und einzige Mal, dass ich am Kerkini-See Rosapelikane entdeckte. Wo sie sich den Rest der Woche versteckten, blieb mir ein Rätsel. Umso mehr freute ich mich, sie wenigstens für einen kurzen Moment beobachten zu können.

Vögel am Kerkini-See

Von Weitem entdeckte ich einen Graureiher.

Eine Gruppe Kormorane reihte sich nebeneinander am Ufer des Kerkini-Sees auf, während eine Schar Blässhühner auf der Wiese nach Nahrung suchte. So viele Blässhühner in einer einzigen Gruppe hatte ich zuvor ehrlich gesagt noch nie gesehen.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Und dann, plötzlich, entdeckte ich einen meiner Lieblingsvögel. Auch wenn Lerchen nur in braun-grauen Tönen schillern und nicht so farbenfroh sind, liebe ich sie einfach. Auf der Wiese in der Nähe des Fischerhäuschens entdeckte ich tatsächlich eine Haubenlerche – so schön!

Überraschenderweise war sie gar nicht so scheu, wie ich es sonst von ihr kenne. Auch sie schien eifrig auf Nahrungssuche zu sein.

Haubenlerchen in Griechenland

Information: Besonders viele Haubenlerchen entdeckte ich übrigens auf meiner Reise nach Tarifa in Spanien. Schau gerne in meinen Blogbeitrag, um zu erfahren, welche weiteren Vögel ich dort beobachten konnte.

Doch da war nicht nur die Haubenlerche. Ein weiterer Vogel zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich – mit seinen auffälligen gelben Streifen im Gesicht. Auch er war auf Nahrungssuche. Es war eine Zaunammer. So schön! Ich hätte sie gerne etwas besser fotografiert, aber das war nebensächlich. Über diese Begegnung habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Vögel am Kerkini-See

Ein weiterer Vogel, den ich nur schwer fotografieren konnte, war der Grünfink. Er saß neben einem Bluthänfling – ebenfalls ein Finkenvogel. Einige Momente später konnte ich den Bluthänfling noch ein wenig besser beobachten, als er auf einem dünnen Ast Platz nahm.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Am Uferrand des Kerkini-Sees machte ich noch eine weitere besondere Beobachtung: Alpenstrandläufer! Diese Begegnung war etwas ganz Besonderes, denn normalerweise sehe ich Alpenstrandläufer kaum – schließlich wohne ich nicht in Wassernähe.

Vögel am Kerkini-See

Information: Alpenstrandläufer habe ich bereits auf Grímsey in Island und in Barbate, Spanien, beobachten können. Schau gerne in meine Blogbeiträge, um mehr über diese Begegnungen zu erfahren.

Dann begegnete mir noch eine Bachstelze. Als ich zurück zum Fischerhäuschen ging, schien sie mir zu folgen. Ich lief weiter, sie flog hinter mir her und ließ sich am Ufer nieder. Ich setzte meinen Weg fort, sie folgte erneut – ein kleines Spielchen, das sich eine Weile wiederholte.

Vögel am Kerkini-See

Als ich schließlich zurück am Fischerhäuschen war, beschloss ich, weiter Richtung Lithotopos zu fahren. Später erfuhr ich, dass von dort auch Bootstouren zu den Pelikanen starten.

Als ich das erste Mal dort war, verschaffte ich mir zunächst einen Überblick über die Gegend – und ja, dabei fielen mir nicht nur die vielen Vögel am Kerkini-See auf... Schon wieder Plastik...

Vögel am Kerkini-See

Nichtsdestotrotz, besonders spannend finde ich es immer, wenn so viele verschiedene Vogelarten gleichzeitig zu beobachten sind. Kormorane, Zwergscharben, Lachmöwen und Graureiher teilten sich den Kerkini-See untereinander und hielten sich teilweise in der Nähe voneinander auf. Manchmal sah ich sie auf den Pfählen – ein richtiges kleines Vogel-Treffen!

Vögel am Kerkini-See

Aber das war nicht immer der Fall. Manchmal blieben die Vögel unter sich. Ich entdeckte einmal eine große Gruppe Kormorane (linkes Foto) und ein anderes Mal eine große Gruppe Blässhühner (rechtes Foto) – auch das ist spannend zu beobachten.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

In der Nähe von Lithotopos war es schwieriger, die Pelikane von Land aus zu beobachten. Dort wurden sie von den Fischern weggescheucht. Auch die anderen Vögel schienen sich von den Fischern fernhalten zu müssen.

Vögel am Kerkini-See

Ein Silberreiher ließ mich ihn aus nächster Nähe beobachten. Außerdem entdeckte ich einen weiteren Fotografen. An meinem ersten Tag hatte ich zunächst nur sehr wenige Menschen gesehen und dachte schon, ich wäre die einzige Urlauberin im Februar am Kerkini-See. Glücklicherweise traf ich später doch noch auf andere, die ebenfalls auf der Suche nach den Pelikanen waren – es ist immer wieder schön, Gleichgesinnte zu treffen.

Von dieser Stelle in Lithotopos hatte der Fotograf allerdings keine optimale Position, um die Pelikane zu fotografieren. Der Silberreiher (linkes Foto) war dagegen leichter zu beobachten, ebenso ein Kormoran (rechtes Foto).

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Am Kerkini-See habe ich noch zahlreiche weitere Vögel gesehen – und bestimmt auch viele, die mir entgangen sind. Zu den Vögeln, die ich noch gesehen habe, gehörten Buchfinken, Kohlmeisen, Löffelenten, Nebelkrähen, Schwanzmeisen, Grünspechte, Blaumeisen, Buntspechte und Haussperlinge. Außerdem hörte ich eine Grauammer und, ich glaube, eine Mönchsgrasmücke – bei letzterer war ich mir allerdings nicht ganz sicher.

Manche Vögel konnte ich selbst bestimmen, bei anderen suchte ich Hilfe, und einige blieben noch unbestimmt – wie diese Möwe. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Mittelmeermöwe.

Alles in allem ist der Kerkini-See auch im Winter eine ausgesprochen interessante Destination für Vogelbeobachtungen.

Vögel am Kerkini-See

Information: Wenn du Hilfe bei der Bestimmung von Vogelarten brauchst, kann ich iNaturalist sehr empfehlen. Dort unterstützen sich Naturbeobachter:innen gegenseitig und helfen einander, Arten zu erkennen.

Praktische Informationen

Anreise

Ich habe die Reise zum Kerkini-See komplett selbst organisiert und nicht über einen Touranbieter gebucht. Angekommen bin ich am Flughafen von Thessaloniki und habe dort ein Auto gemietet, um zum Kerkini-See zu fahren. Die Autofahrt dauert ungefähr zwei Stunden.

Ursprünglich hatte ich überlegt, mit dem Zug anzureisen. Angeblich gibt es eine Zugverbindung, jedoch habe ich während meiner einwöchigen Zeit am See keinen einzigen Zug fahren sehen. Vor Ort ist man auf ein Auto angewiesen, da es dort keine Mietmöglichkeiten gibt. Deshalb empfehle ich, das Auto bereits in Thessaloniki oder an einem anderen größeren Ort zu mieten. Auch ein Fahrrad war in Livadia, wo ich meine Unterkunft hatte, nicht verfügbar.

Kerkini-See in Griechenland

Tipp: Die Straßen im Norden Griechenlands sind häufig von vielen kleinen Steinchen bedeckt. Es kann daher sinnvoll sein, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, denn das Risiko ist nicht gering, dass aufgewirbelte Steine gegen die Windschutzscheibe schlagen und kleine Schäden oder unschöne Spuren hinterlassen.

Livadia

Für fünf Nächte hatte ich eine wunderbare Unterkunft in Livadia. Für das gesamte Apartment mit Schlafzimmer, Bad und kleiner Küche habe ich insgesamt 285 Euro bezahlt. Besonders schön war der große Balkon, von dem aus man einen herrlichen Blick über das Dorf und die umliegenden Berge genießen konnte.

Lavidia in Griechenland
Livadia in Griechenland
Livadia in Griechenland

In dem Dorf gibt es auffallend viele Hunde. Die meisten leben in Gärten und sind dort eingezäunt, sodass sie zwar bellen, wenn jemand vorbeigeht, das Grundstück jedoch nicht verlassen können. Daneben gibt es aber auch einige Hunde in der Gegend, die frei herumlaufen und scheinbar niemandem direkt zuzuordnen sind.

Als ich zu Fuß auf dem Weg zum Kerkini-See war, um dort wandern zu gehen, kam ich an einem Bauernhof vorbei. Plötzlich liefen mir zwei größere und ein kleinerer Hund hinterher. Zum Glück bemerkte ein Landwirt die Situation und rief seine Hunde zurück – doch die Hunde reagierten nicht. Schließlich musste er selbst herüberkommen und die Hunde holen. Widerwillig folgten sie ihm. Allein hätte ich mich aus dieser Situation vermutlich nicht befreien können.

Das war eine weniger angenehme Erfahrung während meines Aufenthalts am Kerkini-See. Insgesamt verhielten sich die meisten freilaufenden Hunde jedoch ruhig: Sie bellten nicht und folgten mir auch nicht.

Kerkini-See in Griechenland
Kerkini-See in Griechenland

Rund um den Kerkini-See soll man angeblich auch Wasserbüffel beobachten können. Gesehen habe ich tatsächlich einige – allerdings nicht frei auf den Wiesen weidend, wie ich es erwartet hatte, sondern lediglich in einem Stall. Die Tiere sind Wahrzeichen der Region.

Wasserbüffel am Kerkini-See

Ursprünglich hatte ich vor, einmal mit dem Auto rund um den Kerkini-See zu fahren. Letztlich habe ich darauf verzichtet, da ich sowohl von Kerkini als auch von Lithotopos aus Pelikane beobachten konnte.

Von Livadia aus erreicht man Kerkini in weniger als 15 Minuten und Lithotopos in etwa einer halben Stunde mit dem Auto. Öffentliche Busverbindungen konnte ich vor Ort nicht ausfindig machen.

Kerkini-See in Griechenland

Da ich im Februar dort war, war es insgesamt noch recht kühl und die Morgenstunden waren häufig von dichtem Nebel geprägt. Meistens zeigte sich der Himmel grau und bedeckt; nur am letzten Tag lockerten die Wolken deutlich auf. An diesem Morgen schien sich der See langsam vom Nebel zu lösen.

Kerkini-See in Griechenland

Information: Möglicherweise sind auch Kerkini und Lithotopos im Februar gute Alternativen für eine Unterkunft, denn von dort aus starten die meisten Touren.

Mehr Informationen

Pelikane am Kerkini-See in Griechenland

Wandern auf Korfu, Griechenland

Brillenpelikane in Australien

Citizen Science Plattform iNaturalist

Warst du schon mal Vögel am Kerkini-See beobachten? Falls ja, welche Vögel hast du dort beobachtet? Gibt es vielleicht noch einen anderen Ort in Griechenland wo man gut Vögel beobachten kann? Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte darüber.

Vögel am Kerkini-See
Vögel am Kerkini-See

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * gekennzeichnet

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme und für Rückfragen dauerhaft gespeichert werden. // I have read the Privacy Policy and accept its terms and conditions. I agree that my contact details will be stored permanently for queries.