Berberaffen in Gibraltar: Europas einzige freilebende Affen

Die Berberaffen in Gibraltar einmal selbst zu erleben, stand schon lange auf meiner Wunschliste. Im letzten Herbst hat es endlich geklappt. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Reise und erzähle von meinen Eindrücken sowie den Herausforderungen eines Besuchs in einer stark vom Massentourismus geprägten Umgebung.

Fotoshootings mit Tigern oder Löwen. Fahrten in Pferdekutschen. Stierkämpfe. Tiershows mit boxenden Orang-Utans. Elefantenreiten. Delfine, die in viel zu kleinen Becken Kunststücke vorführen. Und so vieles mehr.

Immer wieder bin ich erstaunt, frustriert und traurig darüber, wofür sich Menschen im Urlaub begeistern können.

Vor Jahren war ich selbst einmal in einem Delfinarium. Schon damals fühlte ich mich unwohl, weil mir bewusst war, dass ich mit meinem Eintrittsgeld diese Einrichtung unterstützte. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen, wie eine Delfinshow aussieht.

Delfinarium
Delfine in Gefangenschaft

Es war traurig, die Delfine so zu sehen. Nichts daran war natürlich: weder ihr Lebensraum noch ihr Verhalten. Alles war künstlich inszeniert, allein für die Zuschauer:innen.

Fast noch trauriger als die Show selbst empfand ich die Begeisterung der Menschen dafür. Warum empfinden wir Freude dabei, Tieren zuzusehen, wie sie Kunststücke vorführen müssen?

Während meiner Reisen ist mir eine weitere häufige Form der Interaktion zwischen Touristen und Wildtieren aufgefallen: die Fütterung von Wildtieren – ganz gleich womit. Oft handelt es sich dabei um industriell hergestellte Nahrung, die weder für die Tiere noch für uns Menschen gesund ist.

kapuzineraffen-iguazú-wasserfälle

An stark touristisch geprägten Orten kommt es zudem häufig vor, dass Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen verlieren. Sie reißen Besucher:innen Essen aus der Hand, stehlen es oder durchsuchen den Boden nach Müll – in der Hoffnung, etwas Essbares zu finden.

Auf dem linken Foto ist ein Kapuzineraffe zu sehen, der im Iguazú-Nationalpark einem Besucher einen Hamburger weggenommen hat. Auf dem rechten Foto sieht man einen Nasenbären auf der brasilianischen Seite des Iguaçu-Nationalparks, der eine Tüte gefunden hat und darin nach Nahrung sucht.

Delfinarium
Delfine in Gefangenschaft

Information: Wenn du dich für meine Tierbeobachtungen in Foz de Iguazú (argentinische Seite) und Foz do Iguaçu (brasilianische Seite) interessierst, schau gern in meine früheren Beiträge. Dort schreibe ich vor allem über Kapuzineraffen und Nasenbären.

Auf meinen Reisen habe ich inzwischen die seltsamsten Dinge erlebt und bin immer wieder erstaunt darüber, wofür sich Menschen begeistern können.

Dabei frage ich mich oft: Warum ist es so wichtig, ein Selfie mit einem wildlebenden, exotischen Tier zu haben? Warum scheint es vielen so bedeutsam zu sein, wilde Tiere anzufassen? Und warum empfinden manche Menschen Freude daran, zutrauliche Wildtiere zu ärgern?

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Auf diesem Blog versuche ich zu vermitteln, dass Tierbeobachtungen etwas wirklich, wirklich Schönes sein können – und dass es dafür nicht notwendig ist, Tiere aus ihrem Lebensraum zu holen, sie anzufassen oder Fotos mit ihnen zu machen.

Gleichzeitig möchte ich hier nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Denn das, so glaube ich, überzeugt die wenigsten. Stattdessen schreibe ich über Orte und Begegnungen mit Tieren, die möglich sind, ohne dass die Tiere dabei zu Schaden kommen.

Ich bevorzuge Orte, an denen ich aktiv nach Tieren suchen muss – ohne zu wissen, ob ich überhaupt eines sehen werde. Denn wer Tiere in freier Wildbahn beobachten möchte, bekommt keine Garantien.

Manchmal braucht es dafür vor allem eines: sehr viel Geduld. Warten. Und noch einmal warten.

Polarfüchse im Hornstrandir Naturreservat

Information: Wenn du mehr über meine Begegnungen mit Polarfüchsen auf Island erfahren möchtest, schau gern in meinen früheren Beitrag. Dort berichte ich von meinen Beobachtungen dieser Tiere und von einem ganz besonderen Ort.

Auf dem Foto ist ein Polarfuchs zu sehen. Es war alles andere als einfach, ihn vor meine Kamera zu bekommen. Erst mit etwas Glück tauchte er bei einem morgendlichen Spaziergang plötzlich direkt vor mir auf. Am Tag zuvor hatte ich noch stundenlang gut versteckt und mit großem Abstand an seinem Bau gewartet.

Ob bei der Beobachtung von Vögeln oder Delfinen – Geduld und eine gewisse Frustrationstoleranz gehören dazu, besonders wenn die Tiere sich nicht zeigen. Doch wer bereit ist zu warten, wird oft mit den schönsten Erlebnissen belohnt. Und mit etwas Glück entstehen dabei sogar ein paar Fotos.

Delfinarium
Delfine in Gefangenschaft

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich inzwischen viel Zeit in dieses Hobby investiert habe. Gute Tierfotos entstehen selten spontan – sie erfordern Geduld, Ausdauer und oft viele Stunden des Wartens. Mal eben irgendwohin zu fahren und innerhalb weniger Minuten gelungene Aufnahmen zu machen, funktioniert in den wenigsten Fällen.

Doch nun geht es in diesem Blogbeitrag weiter um einen Ort, den viele Tourist:innen während eines Besuchs in Gibraltar ansteuern: den Upper Rock. Mein Interesse galt dabei vor allem seinen bekanntesten Bewohnern – den Berberaffen, die dort frei leben.

Im nächsten Abschnitt geht es um meine Begegnungen mit diesen faszinierenden Tieren. Vielleicht wird dabei auch deutlicher, weshalb ich eingangs so ausführlich auf die Themen Tourismus und Tierbeobachtung eingegangen bin.

Frage: Hast du auf Reisen schon ähnliche Erfahrungen mit Wildtieren im Zusammenhang mit Tourismus gemacht? Wenn ja, teile deine Erlebnisse gern in den Kommentaren.

Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock

Ein Auto nach dem anderen, schmale Gehwege, Menschenmassen – und dazu eine Hitze, die ich als nahezu unerträglich empfand. Dabei war es schon Oktober. Dennoch kletterten die Temperaturen auf über 25 °C.

Kaum hatte ich die Fluglandebahn zwischen La Línea de la Concepción und Gibraltar überquert, machte ich mich auf die Suche nach einem grünen Fleckchen, um kurz durchatmen zu können. Erst danach sollte meine Tour zu den Berberaffen auf dem Upper Rock beginnen.

Keine leichte Aufgabe in Gibraltar. Doch schließlich fand ich einen schattigen Platz, an dem ich auf Brian von Monkey Talk warten konnte.

Eigentlich hatte ich geplant, deutlich früher anzureisen, um den Upper Rock nicht nur im Rahmen der geführten Tour, sondern auch auf eigene Faust zu erkunden. Rückblickend war es jedoch die richtige Entscheidung, darauf zu verzichten. Zum einen wegen der Hitze, die sich in der dicht bebauten Stadt mit ihren wenigen Grünflächen besonders intensiv anfühlte. Zum anderen hätte der Weg zu den Berberaffen zu Fuß bergauf geführt – eine Herausforderung, die ich mir bei diesen Temperaturen lieber ersparte.

Upper Rock in Gibraltar

Information: Zu beachten ist außerdem, dass in diesem Fall doppelte Kosten angefallen wären: einmal für die Tour und zusätzlich für den Zugang zum Upper Rock bei einer eigenständigen Erkundung vorab. Der Eintritt lag zum Zeitpunkt des Besuchs bei £30. Da sich Preise ändern können und es verschiedene Möglichkeiten gibt, den Upper Rock zu erreichen – etwa mit dem Taxi –, empfiehlt es sich, die aktuellen Konditionen vor Ort zu erfragen.

Die Tour mit Brian von Monkey Talk führte mich daher mit dem Auto hinauf auf den Upper Rock. Zwar verkehren auch zahlreiche Taxis, die Besucher zu den Berberaffen und den verschiedenen Aussichtspunkten bringen, doch ich entschied mich bewusst für Monkey Talk. Brian kennt die Berberaffen besonders gut und führt seine Gäste bevorzugt zu Orten, die weniger stark frequentiert sind.

Dort lassen sich die Tiere ungestört in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten: bei der Nahrungssuche in den Bäumen, beim Ausruhen oder bei der Kommunikation innerhalb ihrer Gruppe.

Zunächst führte uns der Weg fast bis zum höchsten Punkt des Upper Rock. Von dort aus bot sich mir ein beeindruckender Blick über die Straße von Gibraltar.

Straße von Gibraltar

Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Schiffsverkehr durch die Meerenge verläuft. Umso erstaunlicher ist es, dass sich hier dennoch zahlreiche Tierarten wohlfühlen. Während des Vogelzugs überqueren unzählige Vögel die Meerenge, Wale und Delfine gehen in ihren Gewässern auf Nahrungssuche, und auch die Berberaffen auf dem Upper Rock scheinen hier ihren Platz gefunden zu haben. Ob ihnen die Aussicht tatsächlich gefällt, konnte ich sie allerdings nicht fragen.

Schon von dort oben entdeckten wir die ersten Berberaffen, die sich zwischen den Felsen und Bäumen bewegten.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Auch wenn sich die Berberaffen in Gibraltar und der Upper Rock stellenweise sehr touristisch anfühlen, hat mir der Felsen insgesamt gut gefallen. An einem kühleren Tag und abseits der Hauptbesuchszeiten lassen sich dort bestimmt wunderbare Wanderungen unternehmen. Und mit etwas Glück begegnet man unterwegs immer wieder Berberaffen, die in den Bäumen sitzen, zwischen den Felsen umherstreifen oder ihrem Alltag nachgehen. Allein die Vorstellung, sie dabei in aller Ruhe beobachten zu können, gefiel mir.

Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass sich die Gegend verändert. Während meines Besuchs im Oktober fiel mir auf, wie viel in Gibraltar gebaut wurde und noch gebaut wird. Selbst vom Upper Rock aus waren mehrere moderne Hochhäuser zu sehen, die für mich nicht besonders gut in die Landschaft passten.

Gibraltar

Ob diese Entwicklung wirklich eine Bereicherung ist? Und wie wird die Umgebung des Upper Rock in Zukunft aussehen? Werden noch mehr solcher Gebäude entstehen – in unmittelbarer Nähe des Lebensraums der Berberaffen in Gibraltar? Diese Fragen gingen mir durch den Kopf, während wir unsere Tour fortsetzten.

Brian von Monkey Talk machte sich zunächst auf die Suche nach einer Gruppe Berberaffen, die sich fernab der stark frequentierten Besucherbereiche aufhalten sollte. Doch die Suche blieb erfolglos. Auch an einem weiteren bekannten Aufenthaltsort waren keine Tiere zu entdecken.

Schließlich steuerten wir einen Platz an, an dem die Chancen deutlich besser standen. Dort konnten wir uns sicher sein, früher oder später auf Berberaffen zu treffen.

Berberaffen in Gibraltar

Dieser Ort befand sich in der Nähe der Seilbahnstation. Ja, den Upper Rock kann man auch bequem mit der Seilbahn erreichen.

Warum sich die Berberaffen gerade dort so gerne aufhalten, liegt vermutlich auf der Hand: Wo viele Menschen sind, gibt es oft auch Nahrung. Während meines Besuchs konnte ich zwar keine Tourist:innen beobachten, die die Affen fütterten, doch ausschließen lässt sich das nicht. Außerdem befindet sich in der Nähe eine Futterstelle, an der die Tiere zusätzlich versorgt werden.

Kein Wunder also, dass sich die Berberaffen regelmäßig in diesem Bereich aufhalten. Für Besucher erhöht das die Chancen auf eine Begegnung – auch wenn die Tiere natürlich frei entscheiden, wo sie ihre Zeit verbringen.

Berberaffe beim Fressen

Brian von Monkey Talk war sichtlich enttäuscht, dass wir die Berberaffen, die sich abseits der touristischen Bereiche aufhalten, nicht gefunden hatten. Ihm war es wichtig, mir gerade diese Tiere zu zeigen. Trotzdem war ich dankbar, auch diese touristische Seite des Upper Rock kennenzulernen. Zwar bevorzuge ich es, Berberaffen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, fernab von Orten, an denen sie die Nähe von Menschen mit Futter verbinden. Dennoch war die Erfahrung für mich interessant.

An der Seilbahnstation hat Brian zudem Informationstafeln für Besucher angebracht. Sie sollen dabei helfen, mehr über die Berberaffen und ihren Lebensraum zu erfahren. Zumindest hoffe ich, dass sich möglichst viele Menschen die Zeit nehmen, sie auch tatsächlich zu lesen.

Denn was ich dort ebenfalls beobachten konnte, waren Besucher, die versuchten, die Berberaffen anzufassen oder ein Selfie mit ihnen zu machen. Für die Tiere dürfte diese Aufmerksamkeit wohl nicht immer angenehm sein.

Berberaffe auf dem Upper Rock

Problematisch finde ich vor allem, dass sich solche Fotos in sozialen Medien oft besonders schnell verbreiten und viel Aufmerksamkeit erhalten. Bilder, auf denen Menschen scheinbar ganz nah mit wilden Tieren interagieren, wirken für viele spannender als Aufnahmen, die die Tiere einfach in ihrem natürlichen Lebensraum zeigen. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, ein enger Kontakt zu Wildtieren sei normal oder sogar wünschenswert.

Dabei wären die Berberaffen in Gibraltar eigentlich nicht auf die Nähe zur Seilbahnstation angewiesen. Auf dem Upper Rock finden sie ausreichend natürliche Nahrungsquellen. In der Umgebung wachsen beispielsweise Olivenbäume und andere Pflanzen, die zu ihrem Nahrungsspektrum gehören. Umso schöner wäre es, die Tiere häufiger dort zu beobachten, wo sie ihrem natürlichen Verhalten nachgehen können – fernab der Besucherströme.

Olivenbaum auf dem Upper Rock

Trotzdem scheinen die Berberaffen in Gibraltar die Nähe zum Menschen immer wieder zu suchen. Vielleicht spielt dabei eine Rolle, dass Nahrung dort einfacher zugänglich, reichhaltiger oder auch attraktiver ist.

Beobachten konnte ich, wie einige Tiere Obst und Gemüse von den Futterstellen nahmen und sich anschließend in die Bäume zurückzogen, um dort in Ruhe zu fressen. Es ist zwar keine selbst im klassischen Sinn erbeutete Nahrung, aber dennoch eine natürlichere und abwechslungsreichere Alternative zu dem, was sie sonst in stärker urbanisierten Bereichen finden könnten.

Berberaffen in Gibraltar

Andere Berberaffen in Gibraltar nahmen das Obst und Gemüse an sich und zogen sich anschließend weiter zurück, um abseits in der Nähe von Mauern oder anderen geschützten Bereichen zu fressen.

Berberaffen in Gibraltar

In der Nähe der Seilbahnstation und der Futterstelle sah ich überall Berberaffen. Einige saßen ruhig an Mauern gelehnt, andere schliefen oder wirkten, als würden sie einfach abwarten. Wieder andere fraßen weiter, ganz selbstverständlich zwischen den Menschen.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffe
Berberaffe
Berberaffe

Es gab aber auch Berberaffen, die sich deutlich weiter abseits aufhielten – an Orten, die für Besucher nicht zugänglich waren.

Affen auf dem Upper Rock

Etwas weiter entfernt von der Seilbahnstation, aber noch in erreichbarer Nähe, konnte ich eine weitere Gruppe Berberaffen in Gibraltar beobachten. Brian von Monkey Talk betonte mehrfach, dass es an diesem Tag eine andere Tour sei als geplant, da sich die weiter abseits lebenden Tiere nicht hatten finden lassen. Ich hatte dafür Verständnis: Auch wenn die Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock stark an Menschen gewöhnt sind, bleiben sie Wildtiere, deren Verhalten sich nicht immer vorhersagen lässt.

Wir blieben eine Weile bei dieser Gruppe und beobachteten sie in Ruhe. Ein Berberaffe saß dabei ganz gelassen auf einer Steinmauer.

Berberaffe

Während andere auf dem Boden saßen.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

An diesem Ort blieben wir noch eine Weile, um die Tiere zu beobachten, auch wenn hin und wieder andere Besucher vorbeiliefen. Der Upper Rock war an diesem Tag angeblich vergleichsweise ruhig, nicht so stark besucht wie an anderen Tagen. Da in Gibraltar auch Kreuzfahrtschiffe anlegen, möchte ich mir die Besucherströme an solchen Tagen lieber nicht ausmalen. Die Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock sind dann wohl den unterschiedlichsten Menschen und vor allem großen Menschenmengen ausgesetzt.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Wie ließe sich das besser regeln?

Auf dem Upper Rock gibt es vergleichsweise wenig direkte Kontrollen, sodass Besucher stark selbst dafür verantwortlich sind, wie sie sich gegenüber den Tieren verhalten. Für mich persönlich war klar, dass ich Abstand halte, den Berberaffen in Gibraltar nicht im Weg stehe und ihnen möglichst viel Raum lasse.

Auch wenn einige meiner Fotos sehr nah wirken, habe ich meine Kamera nie direkt in ihre Nähe gehalten. Ich habe mit einem 70–200-mm-Objektiv fotografiert, um aus der Distanz Fotos aufzunehmen.

Gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass auch ich Teil der Besucherströme war. Ich wollte die Berberaffen in Gibraltar sehen – so wie viele andere auch. Und am Ende gilt: Jede einzelne Person zählt.

Berberaffen in Gibraltar

Information: Wie stehst du dazu? Bevorzugst du eher bekannte, gut besuchte Orte oder suchst du dir bewusst ruhigere Alternativen? Mich würde interessieren, was du darüber denkst.

So sehr ich auch dafür bin, Menschen Wildtiere näherzubringen, war mir in diesem Moment bewusst, dass ich selbst Teil des Problems bin. Doch was wäre die Alternative? Den Upper Rock komplett absperren und niemanden mehr hineinlassen? Den Zugang auf eine begrenzte Besucherzahl reduzieren? Oder ausschließlich geführte Touren wie die von Monkey Talk zulassen, um zu verhindern, dass die Tiere gefüttert oder angefasst werden?

Auch wenn wir an diesem Tag (zunächst) keine Gruppe in den abgelegeneren Bereichen finden konnten, beobachtete ich die Berberaffen in Gibraltar genau.

Berberaffen in Gibraltar

Ein Berberaffe saß auf einem Geländer und schien immer wieder seine Umgebung aufmerksam zu mustern.

Gelegentlich suchte er auch sein Fell ab.

Berberaffen in Gibraltar
Fellpflege bei Affen

Apropos Fellpflege: Berberaffen leben in sozialen Gruppen, in denen jedes Individuum einen bestimmten Rang innerhalb der Dominanzhierarchie einnimmt. Verwandte Tiere sowie Individuen mit ähnlichem Rang verbringen dabei häufig mehr Zeit miteinander und zeigen einander ein verstärkt freundliches Verhalten. Fellpflege gehört auch dazu.

Bei der Fellpflege suchen die Berberaffen gegenseitig das Fell ab. Dieses sogenannte Grooming dient nicht nur der Hygiene, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Fellpflege bei Affen

Wichtig ist dabei auch, dass bereits unsere Nähe das Verhalten der Berberaffen beeinflussen kann. So kann es vorkommen, dass sie beginnen, sich gegenseitig zu putzen oder sogenannte „self-directed behaviours“ zeigen – etwa Zappeln, Kratzen oder Gähnen. Diese Verhaltensweisen treten zwar auch ganz natürlich auf, können in bestimmten Situationen jedoch verstärkt durch Stress oder Unsicherheit ausgelöst werden.

Zeigt ein Tier solche Reaktionen direkt nach einer Annäherung durch Menschen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass es sich unwohl fühlt. In solchen Momenten ist es sinnvoll, Abstand zu halten und sich zurückzuziehen. Das Verhalten kann auf Unsicherheit oder Unentschlossenheit hindeuten – etwa zwischen Rückzug und Verbleib. In manchen Fällen kann es auch in eine Drohgebärde übergehen, wie etwa die sogenannte „Rounded Mouth Threat“-Mimik.

Berberaffen in Gibraltar

Für Menschen, die die Tiere nicht gut kennen, ist es oft schwierig, ihr Verhalten richtig einzuordnen. Umso wichtiger ist es, Abstand zu halten und den Berberaffen selbst zu überlassen, wie nah sie kommen möchten.

Eine gute Möglichkeit, sie dennoch zu beobachten, sind geführte Touren wie die von Monkey Talk auf dem Upper Rock. Brian kennt die Tiere und ihr Verhalten sehr gut und kann einschätzen, wann Distanz notwendig ist und wo sich eine ruhige Beobachtungssituation bietet.

Berberaffen in Gibraltar

Vor allem ist hier wichtig zu erwähnen, dass Berberaffen laut IUCN als „stark gefährdet“ (endangered) eingestuft werden. Ein Großteil der weltweiten Population lebt heute in Marokko. In Europa kommen Berberaffen nur noch in Gibraltar vor, also auf dem Upper Rock.

Die heute auf dem Upper Rock lebenden Tiere wurden sehr wahrscheinlich vom Menschen eingeführt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Gesamtpopulation weltweit weiterhin rückläufig ist. Laut IUCN gehört Lebensraumverlust zu den zentralen Gründen dafür, dass es die Berberaffen zunehmend schwer haben.

Berberaffe in einem Olivenbaum
Berberaffe in einem Olivenbaum

Information: Auf iNaturalist lässt sich gut nachvollziehen, an welchen Orten andere Nutzer bereits Berberaffen beobachtet haben. Neben Gibraltar wurden die Tiere von Naturbeobachter:innen auch an verschiedenen anderen Orten dokumentiert.

Damit die Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock und anderswo nicht aussterben, ist Nachwuchs entscheidend.

Auf dem Upper Rock konnte ich einige Jungtiere beobachten, die gemeinsam mit ihren Müttern oder anderen Jungtieren umherliefen und spielten.

Berberaffen in Gibraltar
Mutter und Jungtier
Mutter und Jungtier

Berberaffen leben in einem promiskuitiven Fortpflanzungssystem. Das bedeutet, dass sich sowohl Männchen als auch Weibchen mit mehreren Partnern paaren. Dadurch lässt sich die Vaterschaft oft nicht eindeutig zuordnen. In der Folge beteiligen sich auch Männchen an der Fürsorge für Jungtiere, etwa indem sie mit ihnen spielen oder sie zeitweise tragen.

Wichtig ist außerdem, dass die Weibchen in ihrer Geburtsgruppe verbleiben, während die Männchen diese Gruppe im Laufe ihres Lebens verlassen und in andere Gruppen wechseln.

Berberaffen in Gibraltar

Ich versuchte, Brian von Monkey Talk so aufmerksam wie möglich zuzuhören, auch wenn mir das nicht immer gelang. Zu viel passierte gleichzeitig. Ich wollte alles sehen, jeden Berberaffen in Gibraltar wahrnehmen und möglichst viele Eindrücke fotografisch festhalten. Manchmal störte mich dabei meine Kamera eher, als dass sie half – und genau solche Momente hatte ich auch hier bei den Berberaffen in Gibraltar.

Wir gingen ein Stück weiter, bis wir einen Berberaffen entdeckten, der auf einem Geländer saß. Weiter hinten stand eines der zahlreichen Taxis.

Affen auf dem Upper Rock

Etwas weiter hinten saß ein weiterer Berberaffe auf einem Geländer. An seinem Fell ließ sich erkennen, dass es an diesem Tag auch etwas windig war. Für mich fühlte sich das Wetter dadurch angenehmer an, auch wenn es am Nachmittag weiterhin sehr warm blieb.

Die Touren mit Brian von Monkey Talk beginnen übrigens meist etwa zwei bis drei Stunden vor Sonnenuntergang. Je nach Jahreszeit kann der Startzeitpunkt also relativ spät am Tag liegen.

Als wir den Berberaffen auf dem Geländer beobachteten, war die Sonne noch nicht dabei unterzugehen.

Affen auf dem Upper Rock

In der Nähe befand sich außerdem eine weitere Futterstelle, an der sich zwei Berberaffen aufhielten.

Zufütterung auf dem Upper Rock
Zufütterung auf dem Upper Rock

Als wir zurückgingen, entdeckte ich einen Berberaffen mit einem Jungtier. Beide blickten von einer Mauer auf uns herab.

Jungtiere haben in den ersten Lebensmonaten ein dunkles Fell, das sich innerhalb von etwa vier Monaten allmählich bräunlich verfärbt.

Affen auf dem Upper Rock

Ein anderer adulter Berberaffe lauste gerade einen kleineren Artgenossen. Es könnte sich dabei um sein Jungtier gehandelt haben.

Ganz ruhig blieb der kleine Berberaffe dabei jedoch nicht unter den Händen des größeren Tieres liegen – irgendetwas schien ihn abzulenken oder zu bewegen.

gegenseitige Fellpflege

Und tatsächlich wurde es zunehmend unruhiger, bis sich schließlich mehrere kleinere Berberaffen auf der geteerten Straße miteinander balgten.

Insgesamt wirkte das Geschehen jedoch eher spielerisch als aggressiv. Zugegeben, das Verhalten richtig zu deuten war nicht einfach – vor allem, wenn man die Tiere nur für wenige Stunden beobachten kann. Diese Zeit reicht kaum aus, um ihr Verhalten wirklich vollständig zu verstehen.

spielende Berberaffen

Das ist der große Nachteil meiner Art zu reisen: Ich besuche Orte, beobachte Tiere, aber ich lerne sie nie gut genug kennen, um ihr Verhalten wirklich zu verstehen.

Nichtsdestotrotz bemerkte ich, dass die Tiere zunehmend aktiver wurden – vor allem die Jungtiere. Hin und wieder setzten sie sich wieder zu den adulten Tieren, möglicherweise um das Geschehen aus einer sicheren Position heraus zu beobachten.

Berberaffen auf dem Upper Rock in Gibraltar

Plötzlich wurde meine Aufmerksamkeit von einem kleineren Berberaffen abgelenkt, der in einem Baum saß.

Berberaffe

Berberaffen sind ausgezeichnete Kletterer. Ich versuchte, mich möglichst unauffällig zu verhalten, um ihn in seinem Element beobachten zu können. Dabei wollte ich ihn weder stören noch sein Verhalten beeinflussen. Ob mir das gelungen ist, weiß ich nicht. Ganz unsichtbar konnte ich schließlich nicht werden, und die Tiere waren ohnehin bereits an den Menschen gewöhnt. Ein Berberaffe, der nicht an Menschen habituiert ist, würde sich in der Regel sofort zurückziehen.

Berberaffenjungtier
Berberaffenjungtier
Berberaffenjungtier

Auch dieser junge Berberaffe hatte noch schwarzes Fell.

Für mich war es sehr schwer einzuschätzen, wie alt ein Berberaffe jeweils ist. Solche Unterschiede lernt man nur, wenn man die Tiere regelmäßig beobachtet.

Ich vermutete jedenfalls, dass dieses Jungtier etwas älter war als die anderen, die ebenfalls noch dunkles Fell hatten, aber deutlich kleiner waren.

Am Ende ließ ich das Schätzen lieber sein und überließ es Brian von Monkey Talk – und beobachtete einfach weiter.

Berberaffe

Denn auf der Straße gab es einiges zu beobachten.

Zwei Berberaffen schienen miteinander zu kommunizieren. Dabei fiel mir auf, wie vielfältig ihre Mimik ist. Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle nicht zu weit in die Interpretation vertiefen, da ich mich damit zu wenig auskenne und weiß, wie komplex dieses Thema tatsächlich ist.

Berberaffen in Gibraltar

Nur eines möchte ich noch ergänzen: Brian von Monkey Talk hat zu den Mimiken der Berberaffen Informationstafeln vorbereitet. Dazu gehören unter anderem das „Bare-teeth display“, „Teeth chattering“ oder „Lip smacking“. Diese kann man vor Ort lesen.

Zwei der kleineren Berberaffen zuzusehen, wie sie ihre Gesichtsausdrücke innerhalb weniger Sekunden veränderten, war faszinierend.

spielende Berberaffen
spielende Berberaffen
spielende Berberaffen
spielende Berberaffen

Eine Berberaffenmutter schien von der ganzen Auseinandersetzung nicht viel mitzubekommen (wollen). Sie hielt ihr Jungtier in den Armen, das immer wieder an ihrer Zitze saugte. Hinter ihr saß ein anderes adultes Tier, das sie lauste.

Berberaffen in Gibraltar

Zu diesem Zeitpunkt kamen wieder etwas mehr Besucher vorbei. Sie interessierten sich nicht nur für die Aussicht auf die Stadt Gibraltar und das Meer mit den zahlreichen Schiffen, sondern auch für die Affen. Einige waren versucht, die Tiere zu berühren, wurden jedoch von Brian von Monkey Talk davon abgehalten. Eine Gruppe Männer wirkte dabei leicht angetrunken. Am Abend sollte ein Fußballspiel stattfinden, auf das sie sich offenbar bereits vorbereiteten. Zum Glück entfernten sie sich wieder bald von den Berberaffen.

Ich machte noch zwei letzte Fotos – eines von einem dösen­den Berberaffen und eines von einem weiteren, der auf einem Stein saß – bevor wir weitergingen und uns einen anderen Ort suchten.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Der vorherige Ort war nicht der beste Ort, um das natürliche Verhalten der Berberaffen in Gibraltar zu beobachten. Dennoch handelt es sich um Berberaffen, die sich in gewisser Weise an die gegebenen Bedingungen – hier insbesondere an die vielen Besucher – angepasst haben. Leider werden sie auch durch das Zufüttern zusätzlich angelockt.

Allerdings funktioniert diese Anpassung nicht bei allen Gruppen gleichermaßen gut. Deshalb versuchte Brian erneut, eine andere Gruppe ausfindig zu machen: Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock, die sich eher von den Menschenmassen fernhalten.

Glücklicherweise wurde Brian fündig.

Berberaffe sitzt im Baum

Ein Berberaffe saß ruhig im Baum und fraß. Brian von Monkey Talk begann zu strahlen – ein Berberaffe im Baum, der ganz entspannt frisst. Solche Momente sind selten und umso wertvoller.

Der tägliche Umgang mit Tourist:innen, die oft kein Gespür für Wildtiere haben, kann frustrierend sein. Umso schöner ist es, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und wie sie ihr natürliches Verhalten ausleben können – wie hier, ein Berberaffe, der ruhig auf einem Ast sitzt und frisst.

Auch in dieser Gruppe gab es Jungtiere.

Berberaffe sitzt im Baum

Für das Fotografieren waren die Bedingungen zwar nicht ideal, doch das spielte letztlich keine Rolle.

Ein ausgewachsener Berberaffe stolzierte über uns hinweg auf einer Mauer.

Berberaffen in Gibraltar

Ein anderer, offenbar etwas jüngerer Berberaffe bewegte sich gemütlich auf einem Geländer. Berberaffen sind – wie bereits erwähnt – ausgezeichnete Kletterer, und das Balancieren schien ihm keinerlei Mühe zu bereiten. Schließlich kletterte er weiter nach oben, wo er eine noch bessere Aussicht hatte.

Kurz darauf setzte sich ein weiterer Berberaffe ebenfalls auf das Geländer.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Ein weiterer Berberaffe suchte am Boden nach etwas Fressbarem. Da wir auf der Straße standen, musste ich ihn von unten aus fotografieren; oberhalb der Steinmauer lag Erde.

Ein anderer kratzte sich hinter den Ohren, während ein weiterer die Straße neben uns hinunterlief.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Auch wenn diese Berberaffen eher scheu waren, zeigten sie sich dennoch an den Menschen gewöhnt.

Schließlich kletterten wir die Steinmauer hinauf, denn von dort führt der Weg weiter in den Wald und zu einem Ort, an dem man die Berberaffen bei Sonnenuntergang dabei beobachten kann, wie sie die Steilwände hinabklettern.

Als wir das kleine Waldstück durchquerten, begegneten uns noch einmal Berberaffen.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Schließlich erreichten wir den Ort, von dem aus man die Berberaffen beim Hinabsteigen beobachten kann.

Es dauerte nicht lange, bis der erste Berberaffe erschien. Leider stiegen sie nicht direkt in unserer Nähe herab, sodass wir sie am Abend auf dem Upper Rock nur aus der Ferne beobachten konnten.

Dennoch waren mindestens zwei Berberaffen zu sehen.

Berberaffen bei Sonnenuntergang

Da die Berberaffen so weit entfernt waren, entschieden wir uns, noch zu einem anderen Ort zu gehen. Auf dem Weg dorthin begegneten wir weiteren Berberaffen, die keinerlei Anstalten machten, den Upper Rock hinabzuklettern.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Schließlich erreichten wir einen weiteren Ort, an dem sich ebenfalls Berberaffen aufhielten, allerdings auch noch andere Besucher.

Berberaffen in Gibraltar

Brian von Monkey Talk bemühte sich sehr, mir die bestmögliche Aussicht auf die Berberaffen in Gibraltar am Upper Rock bei Sonnenuntergang zu ermöglichen. Für mich war es dabei völlig in Ordnung, nicht den perfekten Fotospot zu erwischen – inzwischen habe ich viel Geduld entwickelt und weiß, dass sich Wildtiere nur selten unter idealen Bedingungen fotografieren lassen. Meine Frustrationstoleranz ist mittlerweile, denke ich, recht hoch.

Umso mehr freute ich mich, die Berberaffen in Gibraltar noch einmal zu sehen. Das Licht veränderte sich dabei sehr schnell.

Berberaffen in Gibraltar
Berberaffen in Gibraltar

Es wurde zunehmend dunkler.

Wir kehrten noch einmal zu dem vorherigen Ort zurück. Weitere Berberaffen machten sich durch den Wald auf den Weg, um die Steilwände hinabzuklettern.

Einer der Berberaffen war nun etwas näher zu sehen, doch das Licht war nicht mehr so warm wie zuvor.

Tja – das ist Wildtierfotografie.

Affen auf dem Upper Rock in Gibraltar
Affen auf dem Upper Rock in Gibraltar
Affen auf dem Upper Rock in Gibraltar
Affen auf dem Upper Rock in Gibraltar

Vielleicht waren die Bedingungen an diesem Tag nicht ideal, um die Berberaffen in Gibraltar auf dem Upper Rock zu beobachten. Dennoch hatte ich eine sehr schöne Zeit mit den Tieren und großes Interesse daran, mehr über sie zu erfahren. Es war schließlich nicht das erste Mal, dass ich auf Berberaffen getroffen bin – dazu später mehr.

Was ich an dieser Stelle hervorheben möchte: Wer sich für die Berberaffen in Gibraltar am Upper Rock interessiert, dem kann ich eine Tour mit Brian von Monkey Talk nur empfehlen. Er kennt die Tiere gut, lebt vor Ort und sieht die Berberaffen in Gibraltar regelmäßig. Mit viel Engagement setzt er sich dafür ein, Menschen über einen verantwortungsvollen Umgang und eine respektvolle Begegnung mit den Berberaffen aufzuklären.

Berberaffenjungtier

Information: Falls du jetzt mehr über Monkey Talk erfahren möchtest, dann schau am besten auf Facebook vorbei. Dort findest du auch die Kontaktmöglichkeiten zu Brian.

Wo kann man noch Berberaffen beobachten?

In Deutschland gibt es ebenfalls Möglichkeiten, Berberaffen zu beobachten. Allerdings leben in Deutschland keine wildlebenden Berberaffen. Auf dem Affenberg Salem im Bodenseekreis in Süddeutschland kann man sie aus nächster Nähe erleben. Darüber habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag geschrieben, daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

Auch im Norden Deutschlands, in Malchow, gibt es eine weitere Möglichkeit, Berberaffen zu sehen. Natürlich handelt es sich auch dort nicht um wildlebende Tiere. Über diesen Ort habe ich ebenfalls bereits in einem früheren Beitrag berichtet.

An beiden Standorten leben die Berberaffen im Freien und können sich relativ frei bewegen – es handelt sich also nicht um klassische Zoogehege.

Das Foto zeigt einen Berberaffen, den ich auf dem Affenberg Salem beobachtet habe.

Berberaffenjungtier

Information: Auf dem Affenberg Salem lassen sich im Sommer neben den Berberaffen auch besonders viele Störche beobachten. Schau gerne auch in diesen früheren Blogbeitrag.

Praktische Informationen

Anreise

Da ich meine Unterkunft in Tarifa hatte, reiste ich von dort an. Von Tarifa aus bestehen täglich mehrere Busverbindungen nach La Línea de la Concepción. Allerdings fuhr der letzte Bus im Oktober von La Línea de la Concepción nach Tarifa bereits um 20:30 Uhr – im Sommer können die Fahrpläne abweichen.

Ich entschied mich daher, eine Nacht in La Línea de la Concepción zu bleiben und am nächsten Morgen früh wieder nach Tarifa zurückzufahren. Die Busfahrt zwischen Tarifa und La Línea de la Concepción dauert etwa eine Stunde und kostete mich 5,34 Euro pro Ticket.

Von La Línea de la Concepción aus ist es dann nicht mehr weit bis nach Gibraltar: Man muss lediglich die Start- und Landebahn des Flughafens überqueren – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto.

Unterkunft

Ich übernachtete in einer Unterkunft, von der aus es nicht mehr weit bis zur Start- und Landebahn war. Die Unterkunft hat mir nicht besonders gut gefallen, aber für eine Nacht war es in Ordnung. Daher kann ich in La Línea de la Concepción an dieser Stelle keine Unterkunft empfehlen.

Mehr Informationen

Monkey Talk Gibraltar auf Facebook

Berberaffen auf dem Affenberg Salem

Berberaffen im Affenwald in Malchow

Mehr Affen auf dem Blog:

Goldene Löwenäffchen in Rio de Janeiro

Südliche Spinnenaffen in São Paulo

Schopfkapuzineraffen in Espírito Santo

Kennst du die Berberaffen in Gibraltar? Oder hast du sie schon an einem anderen Ort gesehen? Hinterlasse gerne einen Kommentar und berichte davon.

Berberaffen in  Gibraltar
Berberaffen in  Gibraltar

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